Heb die Hand.

9 Jan

Es ist schon ein paar Jahre her, als ich mit einem Freund in eine Schule ging, um dort über Mobbing zu sprechen. Es war die Klasse seiner kleinen Schwester. Entzückendes Ding. Zu alt für ihr Alter. Kleine Stimme mit riesigem Volumen. Introvertiert ohne Ende. Eines dieser stillen Wasser, die unergründlich tief sind. Sie wurde gemobbt. Wie viele andere in ihrer Klasse. Eine, dieser Klassen, in denen niemand sein möchte, der nur irgendwie anders sein möchte.

Niko und ich stellen uns vor einen Haufen 14-Jähriger und werden erst, stilecht, beschimpft. Das gehört zum guten Ton. Man weiß ja, was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.
Wir hatten unseren kleinen Vortrag gründlich einstudiert. Wir hatten eine Präsentation mit Mems. Wir hatten alles geplant. Nur nicht einen Haufen 14-Jähriger, die sich nichts sagen lassen wollen. Es brauchte den strengsten Lehrer der Schule, um Ruhe in das Klassenzimmer zu bekommen.

Als alle so taten, als würden sie zuhören, fingen wir langsam an zu reden. Niko versucht seine Schwester zu verteidigen ohne sie beim Namen zu nennen. Ich erzähle, dass ich früher viel gemobbt wurde. Ein Junge, der die ‘Coolness’ anscheinend mit Löffeln gefressen hat, schreit: “Du? Warum? Du bist doch voll heiß!”

“Geht es nur darum?”, frage ich ihn.
“Natürlich, Alter!”

Ich erzähle ihm von einem Mädchen, das ich einst kannte. Bildhübsch. Klug. Lustig. Und krame in den Untiefen meines MacBooks ein Foto von ihr hervor. “Glaubt ihr, sie wurde gemobbt?”, frage ich. “Alter! Die ist doch ein Model.”, kommt es aus der letzten Reihe. Dann erzähle ich ihnen, wie sie Tag für Tag von ihren Mitschülern fertig gemacht wurde. Erzähle von ihrer Essstörung. Erzähle von Narben und Alkohol. Erzähle von ihrem Selbstmord. Und alles wird ruhig. Ein “Warum?” ertönt. Dann wird getuschelt.

Niko erzählt von Angriffsflächen, die jeder bietet. Von Wunden, die offen liegen und nur so aufs Salz warten. Von Ängsten, die ausgenutzt werden. Von Unsicherheiten, die zum Spott einladen. Ich sage, dass jeder Mensch all das hat, dass jeder Mensch Angst hat, dass jeder Mensch unsicher ist. Aus der letzten Reihe ertönt ein “Nee! Ich sicher nicht!” Es ist der Coolness-Junge, der lässig seine Beine auf dem Tisch abgelegt hat.

Ich gehe zu ihm, setze mich neben seinen Beinen auf den Tisch und sage: “Nehmen wir mal an, dass irgendwann mal jemand kommt und erkennt, dass all das nur Fassade ist und anfängt in Deinen Wunden zu graben. Wie würde es Dir gehen?” Er habe keine Wunden, sagt er selbstsicher.

“Hast Du keine Angst davor, mal alleine dazustehen?”
“Nein.”
“Und wenn Du plötzlich Familie und Freunde verlierst?”
“Dann suche ich mir neue.”
“Und wenn Du aus der Schule raus bist, was dann?”
“Keine Ahnung.”
“Glaubst Du, Du schaffst die Schule?”
“Kann sein.”
“Und wenn nicht?”
“Alter! Keine Ahnung.”
“Und was, wenn Du die Schule nicht schaffst? Was dann? Was, wenn Du fliegst?”
“Alter! Halt’s Maul.”
“Kriegst Du dann Stress mit Deinen Eltern?”
“Halt die Klappe!”
“Wie viel Stress bekommst Du dann mit Deinen Eltern?”
“Geht Dich nichts an.”
“Hast Du Angst davor, was dann passiert?”
“Fick Dich!”
“Siehst Du. So einfach ist es Wunden zu finden.”

Ich stehe auf und gehe zurück nach vorne. Niko sagt, dass alle hier irgendetwas gemeinsam haben. Und dass niemand mit einem Gefühl alleine dasteht.
“Wir spielen jetzt ein Spiel.”, sage ich. “Wir stellen euch Fragen und wer eine Frage mit ‘ja’ beantworten kann, der hebt die Hand.” Einer zeigt uns seinen Mittelfinger. Einer lacht.

“Habt ihr manchmal Angst in die Schule zu kommen?”
Keine Reaktion.
“Okay. Hattet ihr schon mal Angst, dass euch jemand beschimpfen könnte?”
Keine Reaktion.
“Auch nicht. Das ist doch schon mal was. Hattet ihr schon mal Angst ausgelacht zu werden?”
Nikos Schwester blickt uns an. Nickt zögerlich. Niko und ich heben synchron die Hand.
“Hattet ihr schon mal Angst vor der Zukunft?”
Niko hebt die Hand. Die zwei Professoren heben die Hand. Ich hebe die Hand. Nikos Schwester hebt die Hand.
“Hattet ihr schon mal Angst, eurer Eltern erzählen zu müssen, dass ihr eine Arbeit verkackt habt?”
Der Junge in der letzten Reihe hebt die Hand.

Je mehr Fragen wir stellen, umso mehr machen mit. Als ich meine erste Frage wiederhole, heben alle die Hand. Wir erzählen, dass es jedem so ging. Wegen Mitschülern, wegen Lehrern, wegen der Angst zu versagen. Wir sagen, dass es schon genug Punkte gibt, die einem an einer Schule Angst machen. Mitschüler sollten nicht dazu gehören. Wir sagen, dass die Ängste nicht besser werden, je älter man wird. Dass sie nicht verschwinden. Dass immer nur neue dazukommen. Dass sie manchmal alte überschreiben. Aber dass die Angst an sich immer bleibt.

Als ich zwanzig Minuten später das Klassenzimmer verlasse, läuft mir der Junge aus der letzten Reihe nach.

“Alter! Woher wusstest Du das mit meinen Eltern?”
Ich zucke mit den Schultern. “Gut geraten.”

Er stellt sich als Jo vor. Kurz für Johann. Den Namen mag er aber nicht. Später trinken wir Kaffee, obwohl er Bier wollte und er erzählt mir von seinem Vater, vor dem er manchmal solche Angst hat, dass er weglaufen will. “Willst Du, dass jemand solche Angst vor Dir hat?”, frage ich ihn. Er sagt, wer Angst verbreitet, der hat Macht. Ich sage, dass es keine gute Macht ist. Er sagt, aber es ist wenigstens Macht. Ich frage, ob er das auch über Hitler sagen würde. Er schweigt.

-

Ich habe an dem Tag viel über mich preisgegeben. Viel, das ich selten von mir erzähle. Ich habe, wie wohl jeder andere Mensch, Probleme mit meinen Schwächen. Ich habe, wie auch jeder andere Mensch, Ängste. Und, wenn ich ehrlich bin, hab ich ganz oft Angst vor Menschen. Angst vor Reaktionen. Angst vor Abneigung. Angst vor Zurückweisung. Angst vor Worten. Angst vor Taten.

Ich glaube, dass ich in jeden x-beliebigen Raum gehen kann, indem sich 2-3 Handvoll Menschen befinden und wette, dass jeder bei irgendeiner Frage die Hand heben würde.

“Hattest Du schon mal Angst vorm Leben?”
“Wusstest Du schon mal nicht weiter?”
“Hast Du schon mal jemanden verloren?”
“Hast Du schon mal Dich verloren?”
“Wolltest Du irgendwann mal nicht mehr?”
“Ging es Dir schon mal so schlecht, dass Du das Haus nicht verlassen konntest?”
“Hattest Du schon mal das Gefühl, dass etwas so schlimm ist, dass es Dir den Atem raubt?”
“Hast Du Angst vor Zurückweisung?”
“Fühlst Du Dich manchmal sinnlos?”
“Fühlst Du Dich manchmal leer?”

Ängste sind etwas, das uns verbindet. Und wir stehen mit keinem Gefühl alleine da. Wenn ich sage, ich lag schon einmal eine Woche im Bett, konnte mich nicht dazu aufraffen aufstehen, hinauszugehen, irgendetwas zu tun. Dass ich mich so mies gefühlt habe, dass das Aufstehen immer schwerer wurde. Dass ich nicht mehr denken wollte. Dass ich nicht mal mehr weinen konnte. Dann glaube ich, dass ich damit nicht alleine bin. Nein, eigentlich weiß ich es. Denn es wurde mir über die Jahre von so vielen Menschen bestätigt. Wenn ich sage, es gab Tage, an denen ich auf einem Hausdach stand und überlegte, wie es sich anfühlt zu springen, weiß ich, dass es genug Leute gibt, die auch schon mal standen und den Gedanken hatten.

Und wenn ich frage:

“Musstest Du schon mal lachen und wusstest nicht warum?”
“Bist Du morgens schon mal aufgestanden und hattest dieses Gefühl, dass heute ein guter Tag wird?”
“Wurdest Du schon mal so geküsst, dass Du die Welt um Dich vergessen hast?”
“Musst Du manchmal lächeln, wenn Du von jemandem eine Nachricht bekommst?”
“Hast Du jemanden in Deinem Leben, der Dich bedingungslos liebt?”
“Hast Du jemanden in Deinem Leben, den Du bedingungslos liebst?”
“Wachst Du manchmal zu früh auf und gehst ans Fenster, um den Sonnenaufgang zu beobachten?”
“Hast Du schon mal so lange mit jemandem gesprochen, dass die Vögel plötzlich ihr Guten-Morgen-Lied sangen?”
“Lachst Du manchmal so sehr, dass Dein Körper schmerzt?”

Dann bin ich mir auch sicher, dass nicht nur einer die Hand heben wird. Gefühle verbinden uns. Geschichten verbinden uns. Und wenn Du Dich mir öffnest, werde ich mich Dir öffnen. Wenn ich Dir meine Geschichte erzähle, wirst Du mir Deine Geschichte erzählen. Wenn Du mir von Ängsten erzählst, werde ich mich darin wiederfinden. Wenn ich Dir von meinen Unsicherheiten erzähle, wirst Du manchmal nicken. Für jeden Plan, den ich habe, wirst Du einen Traum haben. Für jeden Traum, den ich habe, wirst Du eine Hoffnung haben.

Ich glaube daran, mit offenen Augen und Ohren durchs Leben zu gehen. Weiß, dass ich furchtbares sehen und hören werde. Weiß aber auch, dass sobald ein kleiner Funken Glück flüstert, ich ihn hören werde. Dass, sobald ein Traum still in der Ecke seufzt, ich ihn hören kann. Dass es Menschen gibt, die mir Dinge erzählen können, von denen ich keine Ahnung habe. Dass ich Menschen in eine andere Richtung blicken lassen kann. Dass es Geschichten gibt, in denen ich mich verlieren kann. Und dass jeder schon mal die Hand nicht heben konnte, obwohl er es wollte. Dass jeder diese eine Wunde mit sich rumschleppt, die zu gerne aufreißt. Aber auch, dass jeder dieses Lachen hat, das dazu veranlasst, mitzulachen.

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43 Antworten zu “Heb die Hand.”

  1. Netter älterer Herr Januar 9, 2013 um 10:29 nachmittags #

    Du sprichst mir aus der Seele. Meinen aufrichtigen Dank dafür.

    • facella Januar 9, 2013 um 10:30 nachmittags #

      Dafür nie, Lieber! <3

  2. Fee Januar 9, 2013 um 10:32 nachmittags #

    Danke, das ist wundervoll. Ich weine gerade. So viel davon steckt in mir. Und meist überwiegen die negativen Seiten. Du hast mich aber motiviert, auch wieder an die schönen Dinge zu denken und zu kämpfen.

    • facella Januar 9, 2013 um 10:41 nachmittags #

      Jetzt weine ich! Ich drücke Deine Hand aus der Ferne! <3

  3. nachholer Januar 9, 2013 um 10:33 nachmittags #

    Gut gemacht! Machen immer noch zuwenige.

  4. zehteemusik Januar 9, 2013 um 10:44 nachmittags #

    Toller Artikel, danke dafür :)

  5. traumfloh Januar 9, 2013 um 10:46 nachmittags #

    Wow. Toll. Kickt das Gedankenkarussell an.
    Danke.

  6. inesbam Januar 9, 2013 um 10:48 nachmittags #

    Was wenn man öfters bei den negativen Fragen die Hand heben muss?

    • facella Januar 9, 2013 um 10:55 nachmittags #

      Dann gib mir Deine Hand und wir gucken, dass Du auch oft bei den positiven die Hand heben kannst!

      • inesbam Januar 15, 2013 um 11:33 vormittags #

        <3!

  7. Sigrid Januar 9, 2013 um 10:51 nachmittags #

    Wie du mich immer wieder mit deinen Worten zum weinen und gleichzeitig zum lachen, nachdenken usw bringst!

    Ich liebe dich dafür süße wirklich!! ❤

    • facella Januar 9, 2013 um 10:55 nachmittags #

      Liebe! Und so! Für alles! Du bist so wundervoll, Liebes! <3

  8. Torti_78 (@Torti_78) Januar 9, 2013 um 11:11 nachmittags #

    Eine andere facella, wie ich sie von Twitter zu kennen glaubte, allerdings nicht minder toll.
    Aber da sieht man wieder, wie schnell man glaubt jemanden aufgrund ein paar 140-Zeichen-Botschaften einordnen zu können…
    Text hat mich sehr angesprochen, war beim lesen wirklich sprachlos und musste mich für den Kommentar erstmal sammeln. Ich kann deine Worte nachvollziehen und so bestätigen. Wenn man nach den Wunden nichtmal graben muss, sondern diese offen liegen (ich habe ziemliches Übergewicht) ist man schnell mal betroffener – wobei ich sagen muss, dass ich mit Mitschülern und Freunden immer Glück hatte.
    Fühl dich für den Post und den Mut dich da hingestellt zu haben gedrückt. <3.

  9. fansheeep Januar 10, 2013 um 12:33 vormittags #

    Ich danke dir. Schon fühle ich mich so viel weniger allein.

  10. Michael Büker Januar 10, 2013 um 10:40 vormittags #

    Dein Auftritt in der Schule war verdammt mutig, und verdammt gut gemacht. Respekt.

  11. To Januar 10, 2013 um 12:03 nachmittags #

    Einfach nur Danke dafür.

  12. kingalca Januar 10, 2013 um 12:09 nachmittags #

    Sehr schöner Eintrag. Daumen hoch, dafür!

  13. Sonnenträumerin Januar 10, 2013 um 1:27 nachmittags #

    Dieser Text ist soooo fantastisch und er spricht mir vollkommen aus der Seele.
    Ich bin begeistert und hätte es nicht besser formulieren können!

    Darf ich dich etwas fragen: Wäre es okay, wenn ich diesen Text auf meinem Blog veröffentliche mit der Quellenangabe zu deinem Blog?

  14. h4wkey3 Januar 10, 2013 um 1:36 nachmittags #

    Danke.

  15. Firamis Januar 10, 2013 um 1:58 nachmittags #

    So wahr und wundervoll. Tränen kamen wieder hoch – die Vergangenheit nagt immer noch – aber es tut gut auch wieder an das positive erinnert zu werden.

  16. penderich Januar 10, 2013 um 3:03 nachmittags #

    Reblogged this on Diversitäten.

  17. Schnupperluft (@Schnupperluft) Januar 10, 2013 um 4:59 nachmittags #

    Ein sehr guter Text! Nur so kann man den Verursachern nahebringen, wie es sich für das Opfer anfühlen muss. Für die einen ist es immer wieder ein “Spaß”, für den anderen jedoch ein immer wiederkehrendes Gefühl der Machtlosigkeit und der Angst.

    Der Text zeigt, dass jeder, wirklich jeder von uns ein potentielles Opfer sein kann und auch noch so “coole” Menschen diese Gefühle kennen.

    Danke! <3

  18. ladyitaly Januar 10, 2013 um 6:45 nachmittags #

    Grandios!

  19. elekenskywalker Januar 10, 2013 um 9:55 nachmittags #

    Wahnsinnig berührend geschrieben . Pipi in den Augen , irgendwie ein danke dafür <3

  20. WeinenderGlückskeks Januar 10, 2013 um 10:58 nachmittags #

    Wow, der Text ist wirklich gut! Aber viel mehr geht es um den Inhalt. Es ist eine eher seltener zu findende, aber doch eigentlich viel klügere Art, an dieses Thema heranzugehen. Wenn man es schafft, den Kindern/Leuten klarzumachen, dass in jedem von uns ein Schwäche und Fehler zu finden sind, aber dass genau das NICHT das ist, was uns ausmacht!

  21. tausendmal Januar 11, 2013 um 1:42 nachmittags #

    Hallo, facella – danke für diesen wunderbaren Artikel. ´Mobbing ist m.M.n. ein wichtiges Thema, das man nicht vergessen darf – und an dem man mental nicht vorbeigehen sollte, was aber leider viel zu oft passiert…
    Liebe Grüße.

  22. Sternentaler Januar 12, 2013 um 2:21 nachmittags #

    Ich bin ein ehemaliges Mobbingopfer. In der 5-6 Klasse wurde ich sehr stark gemobbt, deswegen hat mich dein Text hier unglaublich berührt. Ich hätte mir gewünscht, dass jemand für mich eine solche Aktion gestartet hat, denn Menschen brauchen andere Menschen und manchmal braucht man einfahc Hilfe. Dafür hast du meinen größten Respekt.

    Daneben hast du meine Tränen, denn das reißt nicht nur meine Wunden von damals auf auch aktuelle. Viele Menschen wissen nicht was sie mit Mobbing anrichten können. Bei mir ging das sehr weit. Ich habe bis heute Ängste, die über das normale Maß hinaus gehen. Bin deswegen seit etwa einem Jahr auch in Behandlung. Aber dieser Text gibt mir auch Kraft, denn ich bin so ein Typ ich denke immer dass ich mit meinen Ängsten alleine bin, dabei ist das absoluter Quatsch. Jeder Mensch hat Angst und jeder Mensch ist manchmal depressiv, aber wenn wir (und speziell auch ich) so traurig oder ängstlich sind fühlen wir uns in diesem Gefühl total allein, keiner ist so traurig wie ich und keine hat so viel Angst wie ich… Aber das stimmt nicht!

    Auf jeden Fall ein toller Artikel mit sehr viel Tiefgang

  23. gedankenkarrussel Januar 12, 2013 um 11:29 nachmittags #

    Reblogged this on Gedankenkarrussel und kommentierte:
    Sehr lesenswert!

  24. Charlie Januar 13, 2013 um 8:35 nachmittags #

    Jedes mal wenn ich etwas von dir lese, denke ich: wie kann man nur so gut schreiben und wie schaffst du das mir aus der Seele zu sprechen? Danke für deinen tollen Blog, der die Welt viel viel schöner macht.

  25. areus Januar 13, 2013 um 9:53 nachmittags #

    Bei vielen Fragen muss ich meine Hand heben, bei einigen davon zögerlich, bei anderen schmerzt es dabei und bei ein oder zwei bin ich froh darum.
    Ich wünschte, als ich in der Schule gemoppt wurde, hätte es irgendwen gegeben, mit dem ich darüber hätte reden können, oder einfach nur jemanden, den es interessiert hätte.
    So etwas endet leider nicht mit dem Schulabschluss. Noch heute habe ich mit manchen Dingen zu kämpfen, manche von deinen Lasten trage auch ich mit mir rum.
    Respekt davor, dass du so mit den Jugendlichen reden konntest. Es bleibt zu hoffen, dass solche Aktionen immer stärker vorkommen, einfach, damit Kinder glückliche Kinder sein können.
    Mach weiter so, schreib und schreie…

    Danke von @6punkt12er

  26. Herzkind Januar 13, 2013 um 10:20 nachmittags #

    Gerade als ich mit meiner Gegenwart und meinen Zukunftsängsten kämpfte, stieß ich auf deinen Eintrag. Ich weinte bitterlich, soviel davon steckt in mir und meiner Vergangenheit. Du gibst mir damit neuen Mut. Vielen Dank dafür.

  27. Pauladieerste Januar 28, 2013 um 9:35 nachmittags #

    Reblogged this on Paulas Blog und kommentierte:
    Ich hebe die Hand!
    Und füge noch hinzu: Nicht nur vor Mitschülern sollte man keine Angst haben sollen, auch nicht vor Lehrern.
    Nein, es endet nicht nach Schulschluß. Auch nicht nach dem Schulabschluß.
    Und (auch gerne genommener Spruch) “es ist” auch noch nicht “soooo lange her”.

  28. skriptum/skryptoria Januar 28, 2013 um 11:40 nachmittags #

    Das ist ein wunderbarer Text, der sehr zum Nachdenken … Nachfühlen anregt. Jeden, der ihn liest. Egal ob er Schüler, Lehrer oder jemand anderes ist. Immer. Jederzeit. Immer wieder.

  29. heartincyde Februar 12, 2013 um 3:21 nachmittags #

    Wow. Ich bin sprachlos und doch flattern gerade soviele Gefuehle und Worte in mir herum. DANKE. Du sprichst aus, was jeder weiß und doch nicht sagen kann.
    Wunderbar geschrieben. Danke, dass du dich mit uns teilst.
    <3

  30. emmakesselhut Juli 14, 2013 um 2:29 nachmittags #

    Love it. Wundervoll geschrieben. Und wichtig.

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