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Was retten, wenn’s brennt.

25 Jun

Der werte Herr Pascottini ist da letztens auf so einen Blog gestoßen. Und dachte sich: Pui, das können wir auch! Also, hier, mein Beitrag zu “Was retten, wenn’s brennt.” Ich setzte mich also in die Mitte meines Schlafzimmer und guckte: Was nimmste mit? Was lasste stehen? Und überhaupt: Du bist ja sowieso sicher nackt, wenn’s anfängt zu brennen oder Du probierst gerade just in diesem Moment das wirklich schreckliche Kleid aus den 90ern, bloß um festzustellen, dass Du eh nie wieder reinpassen wirst.

  • Charles Dickens – Oliver Twist, meine älteste, aber auch liebste Ausgabe von 1843. Für 20€ auf eBay gefunden und damals natürlich gleich zugeschlagen. Das Ding dann schätzen lassen und schon Dollar.. eh Euro-Zeichen in den Augen gehabt, aber mal ernsthaft: Ich sammle Oliver Twist-Ausgaben, da kann ich doch meine älteste nicht verkaufen!
  • MacBook & iPhone – weil, naja ihr wisst schon, weil ich ansonsten eigentlich auch einfach in den Flammen verbrennen könnte. Prinzipiell würde ich ja auch meinen iMac schnappen, aber Ding der Unmöglichkeit.
  • Erinnerungsbox – in solche Dingen hat man früher, als es gerade mal Disketten gab, seine Erinnerungen gespeichert… eh, gesammelt. Voller Bilder, Briefe, Postkarten, Krimskrams und ganz viel Lieber.
  • Gedankenbücher, Moleskines & Stifte – weil man handschriftlich Erinnerungen eben doch besser festhalten kann.
  • Lieblingsschal & -tuch.
  • Ring meines besten Freundes
  • Handtasche, inkl. Geldtasche, iPhone & MacBook Kabeln, Stiften, Schminkzeug, Zetteln, Blistex, Wechselsocken & -unterwäsche, Lieblingsparfum, Pass, Kopfhörern, Notizbuch, Sketchbook, externer Festplatte, etc. (und mir kommt gerade: Was zum Teufel schleppe ich denn da Tag für Tag mit mir rum?)
  • Bukowski – (die sich nicht ins Bild legen & fotografieren lassen wollte) eigentlich Madame Charles Bukowski, die so süß kläglich miauen kann, wie keine andere Katze und ohne die ich abends ja kaum mehr einschlafen kann.
  • die drei Affen – großartiges Erinnerungsstück, das mittlerweile mein liebstes Ding in meinen vier Wänden ist.
Und da ich nicht die Einzige bin, die da mitgemacht hat, guckt einfach mal hier: MartinIvySophiePetraHenricJochen, ClemensKathi und natürlich der werteHerr Pascottini himself.

Es ist bloß ein 10-Kilo-Nutella-Glas. – My Next Tweet

11 Apr

Gut. Ich gebe es zu: Ich finde es lustig und lache mich schlapp.


Auch wenn dieses Ding wagt zu sagen, es sei bloß ein 10-Kilo-Nutella-Glas. Bekloppt? Na, whatever. Damit ihr auch was zu lachen habt, weil ich das gerade so lustig finde, hier mein Best-Of. Zeigt mal eure. <3

  • Es interessiert sich fühlt, wie Deine Worte schmerzen. – Aber wenn ich drauf hoffe, ihr habt Hunger!
  • Wenn Du das langsam Platzangst bekommt. Liebe Wetterfee. Ich bin eine hinzugekommen ist?
  • Ich musste zuerst zu Mama so: Es nennt sich hergebeamt. Und wo bist Du fütterst mich etwas vergessen?
  • Lügen haben so einen Platz gibt, an die hässlichen, dazugehörigen Bilder.
  • Penisse = furchtbarster Plural seit drei Stunden in der Wahrheit davonlaufen können. Herzchen.
  • Theorie: Twitterer haben so schnell vor der Fresse. – Sex. Dein Leben! Selber Schuld, wenn sie grün vor?
  • Liebe ans Bett? Während das mit den guten Vorsätzen die ich Dir schlafen, aber kein Ende, wenn das Leben?
  • Wer hat es einen Platz gibt, an denen man selbst. Du einmal wirklich Sex ergibt sich einer von euch?
  • Das, was machen müssen. Liebe ans Bett? Während alle verlorene Herzen treffen & der Suche nach Prince!
  • Ich bin Bachelor-Arzt. Das ist so kurze Beine, damit Du keine Angst haben.
  • Wenigstens habe übrigens auch Ironie: Kaum schwärmt ihr morgens nach Prince Charming.
  • Tagen, an zum Lachen in eine göttliche, Fresspakete packende Kräuterbutter.

Facella sucht Videoblogger!

20 Mär

Ich suche. Mal wieder.

Mir kam da letztens so eine Idee. Letztens war tatsächlich gestern. Und die Idee kam mir, als ich mich beim Cookie machen filmte, was ihr die Tage auch noch zu Gesicht bekommt. Na, auf jeden Fall backe ich so vor mich hin und denke mir dabei: “Hihihi. Videobloggen könnte ich doch auch mal.”, hab das dann aber gleich danach wieder verworfen, nachdem ich gesehen habe, wie doof meine Grimassen eigentlich aussehen können, wenn sie so gefilmt werden. So etwa zwanzig Minuten später dachte ich dann aber: “Hey! Da gibt’s sicher noch andere Bekloppte, die komische Grimassen schneiden können und eventuell dazu noch was zu sagen haben.”

So. Lange Rede, wenig Sinn: Ich suche ein paar Leute, die Interesse an einem gemeinsamen Videoblogdingens haben. Das Ganze soll unter dem Motto “Andere Städte, andere Menschen, andere Geschichten” laufen. Wer sich jetzt denkt: “Hä? Was denkt sich die komische Fotze?” kann ich euch nur sagen: “Ganz viel, meist ganz viel Dummes.”, was aber hier nichts zur Sache tut.

Wer zwar noch immer keine Ahnung, aber trotzdem Interesse hat, macht mal Piep bei mir & bekommt mehr Infos.
Das Piep geht einfach an mme.facella@gmail.com.

Ich <3 euch!

Guckt! Der Frühling klopft an!

19 Mär
  • morgens aufwachen und plötzlich wieder Vögel zwitschern hören
  • zu Mittag mit Kaffee, Zigarette & guter Laune in der Sonne sitzen
  • die ersten Schneeglöckchen im Garten
  • die Katze, die es morgens kaum abwarten kann, endlich ins Freie zu kommen
  • .. und Dir abends eine Maus vors Bett zu legen
  • abends am Balkon noch eine rauchen & nicht kurz vorm Erfrierungstod stehen
  • Frühlingskleider!
  • der erste Marienkäfer, der sich plötzlich auf Deine Hand setzt
  • .. und der erste Schmetterling, der an Dir vorbeifliegt
  • dieses Kichern, das nicht weggehen möchte
  • Frühlingsgefühle, die in Verbindung mit Frühling noch viel schöner sind
  • volle Spielplätze & das Lachen von Kindern
  • die Füße in den Fluss stecken & es augenblicklich bereuen, weil es doch noch zu kalt ist
  • die Vorfreude auf Erdbeerfelder
  • die Winterjacke ganz tief im Schrank verstauen
  • nächtliche Spaziergänge
  • abends mit einer Flasche Wein am Schlossberg sitzen, über Graz sehen & die Stille genießen
  • der Geruch von Blumen
  • verliebte Pärchen, denen man einmal im Jahr und das nur am 1.Frühlingstag, ihr Glück gönnt
  • morgens von der Sonne geweckt werden
  • .. und mit ihr um die Wette strahlen
  • und dann ganz laut “Fick Dich, Winter! Nein, eigentlich liebe ich Dich, aber unsere Beziehung funktioniert nie länger als vier Monate pro Jahr.” brüllen.
  • .. und gleich danach “FRÜHLING! Zeig mir das Leben!” schreien

Die @facella bäckt für ihre Follower.

15 Mär

Ihr Herzen.

Ich habe soeben den kommenden Donnerstag zum Welt-Facella-Cookie-Tag erklärt und werde mich deswegen den ganzen Tag in der Küche aufhalten, um ganz grandiose Cookies zu backen.

Und da meine Cookies ja mittlerweile doch etwas berühmt oder eventuell sogar berüchtigt sind und ich sowieso nicht alle essen kann, verschenke ich drei Special Cookie Pakete. (ihr habt keine Ahnung, wie Spaß mir sowas  macht.)

Nun gut, nicht sonderlich lange Rede, trotzdem kurzer Sinn:

Schreibt mir hier ein Kommentar oder eine DM per Twitter oder sogar eine Mail an mme.facella@gmail.com. Irgendwas Süßes, irgendwas Liebes, irgendwas Hachiges, irgendwas Cookieges und der gute @halbgrieche wird dann die drei Gewinner wählen. Also, auf, auf.

(ja, etwas bescheuert, ich weiß schon. Aber ich will, dass ihr alle zuckerkrank werdet.)

<3

(das Problem mit spontanen Ideen, man vergisst die Hälfte oder zumindest etwas Elementares: schreibt doch bitte eure Twitter-Namen dazu.)

Momentaufnahmen.

7 Mär

inspiriert von dem Herzknuffel Malte.

  • Nach dem Aufwachen Vögel zwitschern hören & wissen: Frühling, Baby.
  • Heiß duschen & den Tag mit Melonenduschgel & Erdbeershampoo beginnen.
  • Den Busfahrer lächelnd begrüßen & erstaunte Blicke ernten.
  • Der Duft von Kaffee in der Nase und das Lächeln des Lieblingskellners morgens um 8.
  • Zwischen zwei Vorlesungen rauchend in der Sonne sitzen, das Lieblingslied in den Ohren.
  • Das ekelhafte Mensa-Essen gegen Weintrauben tauschen.
  • Aufs iPhone gucken & Hachworte lesen.
  • Gegen die Glastür rennen. Wie jeden Tag.
  • Hören: “Ah, die Ash ist toll. Die backt immer so tolles Zeug, nur damit es überall gut riecht.”
  • kleine Post-Its in der Tasche finden und sich an tolle Nachrichten von Herzmenschen erinnern.
  • Herzen & Notizen auf Post-Its malen.
  • während der Vorlesung einfach mal aus dem Fenster sehen & danach trotzdem noch mitkommen.
  • einfach mal zwei Busstationen laufen, weil das Wetter so schön ist.
  • Es gleich darauf bereuen, weil die Tasche so schwer ist.
  • bekannte Gesichter von unbekannten Menschen im Bus sehen & wissen, wo sie aussteigen.
  • auf dem Heimweg laut Beatsteaks singen & vom Nachbarn belächelt werden.
  • meine Katze, die mir plötzlich schnurrend entgegen läuft, um mich die letzten paar Meter bis zur Haustür zu begleiten.
  • Ankommen. Auspacken. Kaffee trinken. Rauchen. Musik hören.
  • Sich ins Bett fallen lassen, um sich kurz unter der Bettdecke vor der Welt zu verstecken.
  • Deo als Mikrofon missbrauchen und Rockstar spielen.
  • auf die Frage “Wo möchten wir heute sein?” mit “in der Gegenwart!” antworten.

Blub.

6 Mär

Aus Langeweile:

  • Ich besitze mehr Bücher als DVDs & CDs zusammen.
  • Ich habe neun Ausgaben von Oliver Twist, die älteste von 1843.
  • & fünf von The Secret History von Donna Tartt.
  • Ich schummel bei meiner Größe immer einen Zentimeter dazu.
  • Mein bester Freund wohnt in Berlin
  • Ich trinke generell immer Pago Mango mit Leitungswasser auf 0,5l.
  • Zur Realität hab ich sowieso nur sporadisch Kontakt.
  • Wenn ich morgens keinen Kaffee bekomme, bin ich unausstehlich.
  • Ich backe Cookies, nur damit es überall gut riecht.
  • Ich bin etwas in meine D90 verliebt.
  • Ich sammel wie verrückt Zitate, aber fast nur englische.
  • Ich verliebe mich immer in die falschen Männer.
  • Ich habe immer Recht. – Gut, nicht immer, aber der Gedanke ist schön.
  • Ich fluche, fluche, fluche. Immer, ständig, überall.
  • Wenn ich Einkaufslisten schreibe, füge ich als letzten Punkt immer hinzu: “Und die Liebe nicht vergessen.”
  • Unnützes Wissen über Ashi Ende.

 

Das Babypartymonster

4 Mär

Absurd, dass auf nahezu allen Baby Parties, das Wort ‘Baby’ nicht gesagt werden darf. Wer es dennoch sagt, muss entweder eine von drei rosa Blümchenanstecknadeln hergeben oder einen Euro in die Baby-Kasse werfen. Das ist von Party zu Party unterschiedlich. Meine Miene ist etwa immer gleich: Irgendwas zwischen Nervenzusammenbruch und hysterischen Lachanfallsselbstmordgedanken.

Die Gastgeberin sitzt auf einem dieser typischen Ikea-Sofas und sieht aus, als hätte sie einen Medizinball verschluckt. Alle fünf Minuten hoffe ich, dass es tatsächlich so ist, kann ich mir sie doch so gar nicht als Mutter vorstellen. Was vielleicht daran liegen mag, dass ich noch Bilder von ihr im Kopf habe, wie sie in irgendeiner Disco mit zu kurzem Rock und zu wenig Unterwäsche schreiend auf der Bar tanzt. Aber Menschen ändern sich schließlich. Oder wachsen an ihren Aufgaben. Oder werden erwachsen. Oder werden verantwortungslose Eltern. Wobei das nicht mein Bier sein sollte.

Während ich mir gerade von einer Dame mit hängenden Brüsten erklären lassen muss, wie so eine Milchpumpe denn so funktioniert, werde ich schon auf die nächste Hochzeit eingeladen. Die Frauen müssen aber unbedingt etwas in fuchsia tragen. Ich nicke lächelnd und wühle gedanklich in meinem Kleiderschrank nach dieser abgefuckten XXL-Jeans, die ich vor Jahren als wahnsinnig cool empfunden habe. Unterste rechte Schublade, ganz hinten links. Wobei ich es ja vorziehen auf Hochzeiten mein schwarzes, trägerloses Kleid anzuziehen, das etwas zu knapp für Beerdigungen ist, aber auf Hochzeiten gerne für schiefe Blicke sorgt.

Es ist mittlerweile meine achte Baby-Party. Bald folgt die elfte Hochzeit. Dabei kann ich mich gar nicht erinnern, so viele Freunde zu haben, die plötzlich in Torschlusspanik verfallen sind. Das passierte wohl nach den ganzen Parties, dem Kotzmarathon in meiner Wohnung, dem Spruch “Ash, Du wirst sicher vor uns allen glücklich verheiratet und Mutter sein.”. Wie das Leben mal wieder spielt.

Dann erneut die Frage, die ich vorhin schon vier Mal unbeantwortet ließ: “Kommst Du in Begleitung?” Natürlich nicht. Aber das wissen auch alle. Dennoch fragen sie. Etwas Schadenfreude in der Stimme. Die ich nachher so zirka überall habe, wenn sie mir von durchgemachten Nächten, Augenringen und ringenden Ohren erzählen. Nicht wegen irgendeiner viel zu furchtbaren Party, die sie nicht auslassen konnte, sondern weil das kleine Bastardkind, was tatsächlich nicht meine Wortkreation war, einfach nicht die Fresse halten kann, was tatsächlich nicht meine Wortwahl war. Da kichere ich etwas in mich hinein. Habe ich nachts schließlich meine Ruhe, wenn ich meine Nase in Bücher stecke oder den Bildschirm fixieren, um die nächste Abgabe zu perfektionieren. Die Parties habe ich schließlich schon lange vor ihnen aufgegeben. Einfach so.

“Ach, Liebes, vielleicht wäre ja mein Cousin etwas für Dich.”, höre ich plötzlich zum zehnten Mal von der Frau eines Freundes. Der Cousin war beim ersten Mal schon nichts für mich. Ich hab’s dann doch nicht so mit ungebildeten Malern, die Medizinbälle verschluckt haben. Wobei ich ja langsam nehmen muss, was kommt. Wieder mal nicht meine Wortwahl.

Ich fresse angewidert Babybrei, weil man das auf dieser Babyparty so macht, trinke den ekelhaftesten Orangenschaft meines Lebens und rauche alle paar Minuten eine am Klo. Dabei lehne ich mich so weit aus dem Fenster, dass sich mein Lachanfallsselbstmordgedanke wieder meldet.

Als ich dann gehe, ist es erst sechs Uhr abends. Denn die werdende Mutter muss bald ins Bett. Die Bastardkinder der anderen ebenso. Zwei Stunden später treffe ich mich mit einigen Ehemännern der Babypartygäste und frage mich, wann diese Jungs plötzlich so erwachsen geworden sind. Das frage ich mich dann nicht mehr, als sich der Erste vor dem zweiten Lokal übergibt. Spätestens nach dem Rülpswettbewerb und Diskussionen über das neuen Playstationspiel frage ich mich nur noch eines: “Und? Wie wollt ihr irgendein Kind groß ziehen, wenn ihr nicht mal euch auf die Reihe bekommt?” Aber auch das soll nicht mein Problem sein.

Es wird Mitternacht. Alle gehen nach Hause. Ich zuerst. Weil.. Wieso weiß ich selbst nicht so genau. Vielleicht wegen meiner neuer Arbeitsmoral. Wohl eher wegen dem Haufen Arbeit, der mich zuhause erwartet. Vielleicht auch wegen dem Spruch: “Ach, Ash. Du wirst irgendwann auch glücklich.” Und viel mehr wegen dem Gedanken: “Ich glaube, ich bin glücklicher als ihr.”

Geschützt: Leb wohl, Anonymität

3 Feb

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Zu allem bereit

16 Jan

Irgendwann schrieben wir das Jahr 2008. Und weil ich mir einbildete, dass dies ein gutes Jahr für Vorsätze ist, machte ich auch gleich welche. Da kamen dann so ulkige Sachen raus, wie “Ich werde ein etwas besserer Mensch.”, “Ich kaufe nicht mehr so viel unnützes Zeug, das nur gekauft wird, um auf dem Dachboden zu vergammeln. Vorzugsweise noch mit Preisschild. Meistens sogar nicht mal ausgepackt.” und “Ich höre endlich mit dem Rauchen auf und fange nie wieder an zu trinken.”

Wir schreiben das Jahr 2011 und dieser Beitrag wird Ihnen stolz von roten Pall Mall Zigaretten und einem Rotwein aus dem Keller meines Vaters präsentiert. So viel zu Vorsatz Nummer 3. Aber mal ehrlich: Ich habe versucht mit dem Rauchen aufzuhören und das auch schon ein paar Monate erfolgreich geschafft. Danach fing ich wieder an, jedoch mit dem Vorsatz nur mehr zu rauchen, wenn ich Kaffee trinke. Irgendwann war ich dann wieder bei etwa zwanzig Zigaretten pro Tag, ergo auch bei zwanzig Tassen Kaffee. Was sicherlich lustig für meine Mitmenschen war, für mich hingegen so gar nicht. Dann galt es erstmal vom Kaffee runterzukommen, was ja auch irgendwo funktionierte. Durchschnittlich zehn Tassen pro Tag finde ich übrigens nicht bedenklich.

Das mit dem Trinken ist so eine andere Sache. Ich schrieb ja letztens, dass mir die Zigarette ja schon ohne Wein schmeckt, mit aber doch noch eine Spur besser. Gut, bescheuerte Ausrede, ich geb’s ja zu. Ich trinke gerne, das gebe ich auch zu. Da gab’s so eine gewisse Zeitspanne, in der ich das nicht tat, deswegen muss ich ja die damals nicht getrunken Flaschen jetzt nachholen. Gut, bescheuerte Ausrede Nummer zwei, ich geb’s ja zu. Nichtsdestotrotz trinke ich hier und da gerne, mal ein Glas, mal über den Durst.

Worauf wollte ich hinaus? Ach ja, auf den Ursprung dieser Wortkotze: Ich habe heute in den Tiefen meiner Schubladen eine Tüte von Hitler & Mussolini gefunden, mit einer Rechnung, datiert auf den 20.Januar 2008. Wir sehen, ich bin erstaunlich gut darin, Vorsätze einzuhalten. Wobei ich zwanzig Tage für eine ganz gute Zeit halte.

Vorsätze haben ja bekanntlich ein Ablaufdatum. Das meiner ist dann meist am 1.Januar, so gegen frühen Nachmittag. Also dann, wenn ich aufwache. Ich schiebe das nicht auf fehlende Motivation oder nicht vorhandene Ehrgeiz. Das liegt alleine an meinem nicht so wirklich gut funktionierendem Kurzzeitgedächtnis.

Ob ich ein besserer Mensch geworden bin, das kann ich ja ganz ehrlich nicht sagen. Immerhin habe ich aber mein Leben auf die Reihe bekommen, sowas machen ja gute Menschen.  Ich studiere etwas, das mir vielleicht sogar was bringt, gehöre sogar zur Kategorie “Streber”, obwohl mein Streberdasein darauf beruht, dass mir mein Studium einfach Spaß macht und ich etwas zu hyperaktiv an alles ran gehe und etwas zu viel Energie in alles stecke.

Ob zwei Jahre reichen um ein besserer Mensch zu werden? Ich weiß es wirklich nicht. Immerhin habe ich mich so halbwegs im Griff. Oder habe zumindest mehr Hochs als Tiefs und die Tiefs sind nicht mehr ganz so tief, wie noch damals, also 2008.

Zwei Jahre reichen aber immerhin für die Erkenntnis, dass man erst viele Herzen brechen und selbst etwas an einem gebrochenem Herzen zu Grunde gehen muss, bevor man Bauchkribbeln verspüren kann. Auch reichen zwei Jahre völlig aus, um sich von Dingen, Menschen, Freundschaften zu lösen, die, auf gut deutsch, scheiße sind. Zwei Jahre sind auch genug um zu erkennen, dass man den Sinn des Lebens nicht findet, wenn man ständig danach fragt, sondern sich einfach selbst auf die Suche begeben muss, um ihn denn dann irgendwann zu finden. Und auch wenn man den einen großen Sinn nicht findet, ergibt ganz viel anderes Sinn. So im Nachhinein, versteht sich. Beziehungen, Lieben und deren Anfänge und Enden ergeben Sinn, Um- & Abwege tun es plötzlich auch und zwischen all dem ergibt dann irgendwo auch das eigene Handeln in bestimmten Situationen Sinn.

Um das Ganze zu einem Ende zu bringen: Ich bereue nichts. Merkwürdig klingt das schon, aber merkwürdiger ist, dass es wirklich so ist. Weil alles nötig war, um mich nach heute zu bringen.

Und um einen neuen Vorsatz zu haben: In omnia paratus, was so viel heißt wie: zu allem bereit.

Ja, liebes Jahr 2011 und ja, liebes Leben, ich bin zu allem bereit.