Challenge: Ein Monat ohne Fertigprodukte

24 Mai

Ja, so manchmal da hab ich merkwürdige Ideen. Das wäre nicht so das großartige Problem, wenn sich diese Dinger nicht so felsenfest in meinem Gehirn einnisten würden.

Da telefonierte ich letztens mit einem Freund, als er gerade einkaufen war und weil wir auch über die nichtigsten Nichtigkeiten reden, erzählte er mir eben, was er so in seinen Einkaufswagen packt: Pizza, Pommes, Cola, Fertignudeln, Fertiglasagne, Fertigfisch, Fertiggulasch, Fertigwasauchimmer. Und während ich ihm noch in etwa viertausend Wörtern und hundertachtundzwanzig Gründen erkläre, wieso er vielleicht auch was anderes einkaufen sollte, meinte er plötzlich: „Tu nicht so. Als ob Du nen Monat ohne Fertigprodukte aushalten würdest.“ – Challenge accepted! 

Das Ganze startet also gestern, also an einem Montag, als wäre der Tag schon nicht genug beschissen. Eigentlich wollte ich mir nur einen Salat machen, selbstgemachtes Knoblauchbrot und dazu noch Kartoffel mit Sauerrahm. Fertigprodukt free? Denkste. Weil ich zu faul bin, um ein Dressing selbst zu machen, hab ich so ne Fertigkräutermischung, die man nur mit Essig und Öl mischt und et voilà. Gut, Dressing machen haut noch irgendwie hin. Abends wurde das Ganze schon etwas schwieriger, weil ich quasi vor Hunger gestorben bin und nichts wirklich Frisches im Kühlschrank war. Wohin geht man? Zum Tiefkühlschrank. Was seh ich? Pizza, Fischstäbchen, Pommes.. Das endete damit, dass ich Erbsen gegessen habe. Also, nur Erbsen. Ohne irgendwas. Ich und meine Schüssel Erbsen – eine Nichtliebesgeschichte

So im Laufe des Tages fiel mir aber noch so einiges anderes auf (weil ich ja schon dabei war auf meine Ernährung zu achten, wa?): ich trinke eindeutig zu viel Softdrinks, weswegen ich dachte: CHALLENGE ACCEPTED! Sprich: Ich verzichte auf Softdrinks, sprich lauter: keine Cola, kein Sprite, kein Red Bull, kein Eistee, KEIN RED BULL, kein irgendwas. Fruchtsäfte schon, aber da auch nur die gute, die wenigstens danach aussehen, als wären sie mal an ner Frucht vorbeigerollt.

Gedanke Nummer Drei war bescheuerter als alles: Sind Süßigkeiten nicht auch Fertigprodukte? Und, ihr denkt es euch: Challenge Accepted! (Ich, Vollidiot!) Aber so prinzipiell, vom Grundgedanken her, sind die halt schon Fertigprodukte, weswegen ich nur mehr nasche, wenn ich es selbst gebacken habe. Gut, auf Butterkekse werde ich nicht verzichten, da könnt ihr mich gleich umbringen.

Nachdem ich jetzt also Fertigprodukte, Fast Food (!!!!), Softdrinks, Süßigkeiten, Tüten-Knabberzeug und Fertigdressing von meinem Nahrungsplan gestrichen habe, stellt sich mir die Frage: Ernähre ich mich jetzt einen Monat nur mehr von Erbsen? Und werde ich davon grün? Und wenn, dann hoffentlich doch nicht hinter den Ohren?

Und damit das nicht genug nervenaufreibend wäre: DIESER MONAT IST PRÜFUNGSMONAT! Entweder ich sterbe oder ich sehe am Ende aus wie eine gesunde Nicole Richie.

(Macht jemand mit? Bitte? Hilfe? <3)


12 Antworten to “Challenge: Ein Monat ohne Fertigprodukte”

  1. Axelander Mai 24, 2011 um 8:50 pm #

    Super Ding!
    Kann dazu umbedingst das Buch „Anstaendig essen“ von Karen Duve empfehlen. Auch ein paar probierenswerthe – drei, um genau zu sein – Selbstversuche.
    Ich mach jedenfalls ab heute mit, was diese daemlichen Softdrinks betrifft. Teufelszeug!

    Gruesserei,
    A.

  2. Simöcke Mai 24, 2011 um 8:53 pm #

    Ich mach mit. Hab eben kurz nachgedacht, aber ja. Lust auf Verstärkung? <3

    • facella Mai 24, 2011 um 8:57 pm #

      Ja! Hast Du nen Blog? Ich will das alles dokumentieren! (:

  3. dieter Mai 24, 2011 um 9:02 pm #

    Prüfungsmonat zuerst, iss doch was du willst ! Dann – zunächst- was macht diese komische Krankheit – an Hamburgern liegts wohl nicht – dann etwas gesünder vielleicht, ohne Druck……

  4. Namtam Mai 24, 2011 um 9:33 pm #

    Ich ernähre mich schon die ganze Zeit so, wie du es jetzt planst. Bin sogar im Moment so weit, dass ich zu einem Vegetarier mutiere *hihi*
    Es gibt übrigens noch anderes als Salat und Erbsen ;) Versuch mal Zucchetti mit Peperoncini in Butter/Zitronensaft gebraten. Oder ein griechischer Salat mit Pouletstreifchen. Oder wie wärs mit einer selbstgemachten Pizza? Den Teig darf man ja durchaus schon kaufen (Buittoni!), das ist ja wirklich keine „Fertigprodukt“ im klassischen Sinne.
    Bin aber stolz auf dich (bis jetzt) ;)

  5. Juls Mai 24, 2011 um 9:42 pm #

    Super Idee.
    Kann mich grade -mit meiner Fünf-Minuten-Terrine in der Hand- nicht dazu durchringen, mitzumachen. Vielleicht morgen. Sonst noch viel Spaß beim Obst-en und Gemüse-en ^.^

  6. in_vein Mai 24, 2011 um 9:45 pm #

    wieso tut man sich sowas an?
    ich mein…rly?

    abgesehen davon dass fertiggerichte viel schneller zubereitet sind, sind sie auch VIEL billiger. wollte einmal was kochen und hab ca 10 euro für zutaten ausgegeben. warn aber keine kaviargefüllten hummer btw. vergleich tiefkühlpizza – 1 bis 2 Euro.

    Softdrinks versteh ich ja noch irgendwo. Teilweise.

    • Axelander Mai 24, 2011 um 10:23 pm #

      ja, und GENAU DAS ist wohl das Drama einer Kultur …
      schoen billich und schnellschnell. urx!!
      dass Pizza & Co. auf lange Sicht guenstiger sein soll als selbstgekocht ist schlicht und ergreifend nicht wahr. da hab‘ ich mittlerweile gut 15 Jahre Erfahrung sammeln koennen.
      man muss ja auch nicht immer gleich sein Zeug in den fetten Konsumtempeln gegen sein Gold eintauschen …

  7. Fabian Mai 25, 2011 um 12:12 pm #

    Hm eigentlich keine schlechte Idee :D
    Mache auch mit, falls es gestattet ist ;)

    Hoffe mal auf eine Rückmeldung falls es nochnich zu spät ist :D

  8. Verena Mai 29, 2011 um 1:35 pm #

    Bin dabei!

  9. cr0ss Mai 30, 2011 um 10:53 pm #

    Schön, dass ich mich nach der gestrigen durchzechten Nacht der Fastfoodchallenge schon stelle, steige ich bei Fertigprodukten, Softdrinks und anderen Snacks nun mit ein. Du hast es so gewollt, es wird ein medienwirksames Ereignis.

  10. thomasgericke Juli 4, 2011 um 8:56 pm #

    Offensichtlich hast du den Monat überlebt, aber hast du auch durchgehalten? :)

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