Es gibt kein zurück. Es gibt kein nach vorne.

6 Nov

Es gibt nichts mehr zu sagen. Es gibt auch nichts mehr zu schreien. Nichts mehr, dass wir uns vorwerfen könnten. Nichts, was wir uns noch vorhalten könnten. Nichts, was noch gesagt werden kann, was nicht schon unzählige Male in den Raum geschrieen wurde.

Es gibt nichts mehr. Kein Wir. Kein Uns. Kein Dich & mich. Kein Heucheln einer Freundschaft. Keine Besorgnis. Kein Mitleid. Keine Reue. Zumindest für mich. Denn ich gehe. Heute endgültig.

Weil es nicht mehr weitergehen kann, nachdem Du stehen geblieben bist. Wo, das weißt Du selbst nicht so genau. Wann, das weißt Du auch nicht so wirklich. Wie, das weißt Du schon gar nicht. Ich sehe Dich an und weiß es. Weil ich Dich all die Jahre durchschaut habe, weil ich Dich kennenlernen musste, um Dich so zu kennen, wie ich Dich nicht kennen wollte.

Es gibt kein zurück. Noch weniger gibt es ein nach vorne. Es gibt nichts mehr. Nur etwas Vergangenheit, die den Sprung in die Gegenwart nicht geschafft hat. Und wenn wir ehrlich sind, hat sie auch wenig in der Gegenwart zu suchen. Und wenn wir ehrlicher sind, hat sie noch weniger in der Zukunft zu suchen.

Verzeih mir meine Wortwahl, aber bitte bitte bitte verschwinde. Endgültig. Für immer. Auf ewig.

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5 Antworten to “Es gibt kein zurück. Es gibt kein nach vorne.”

  1. DRAUFUNDRAN November 7, 2011 um 12:14 am #

    weil man einfach nicht vorankommt, wenn man ständig kaugummi an der sohle hat.
    weil es halt nicht gut läuft mit steinchen in den schuhen.
    weil man weiß, dass man eines späten abends dieses ausgelatschte paar botten vermissen wird mit der gleichzeitigen frage, ob die altkleiderspende echt so gut war, oder obs nicht auch der heimische andenkschrank getan hätte.
    aber keine sorge, dieses gefühl, das ist nur von ganz ganz kurzer dauer.

  2. tapsigerlebenskuenstler November 7, 2011 um 1:34 pm #

    Es klingt so deutlich, so schlussendlich. Getroffen ohne Entscheidung – mitentscheiden, des Gegenparts. Vielleicht ist es manchmal richtig sich so endgültig zu zeigen, aber nie sollte die Tür ganz verschlossen werden. Schliesslich gab es mal eine Gemeinsamkeit, die nun keine unmittelbare Bedeutung hat, aber wenn etwas scheitert, dann hat es immer zwei Seiten, zwei Wege. Nun könnte es sein, diese führen aneinander vorbei im Moment, aber morgen?
    Solche Zeilen lesen zu müssen kann weh tun. Es ist Verlust mit Ansage, es sei denn der andere war schon längst an diesem Punkt. Nur wird man nie einen Menschen komplett ausradieren können…

  3. Jan November 9, 2011 um 4:05 pm #

    Hi Wo ist denn der like Button? :-)

  4. Jemand Januar 9, 2012 um 12:20 am #

    autsch

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  1. Endgültig. Für immer. Auf ewig. « Esistmai - September 9, 2012

    […] gibt kein zurück. Noch weniger gibt es ein nach vorne. Es gibt nichts mehr. Nur etwas Vergangenheit, die den Sprung in die Gegenwart nicht geschafft hat. Und wenn wir ehrlich […]

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