die einzige Konstante

9 Jan

Ich gehe davon. Den bitteren Nachgeschmack noch in meinem Mund. Diesen Nachgeschmack, den nur das Versagen hinterlassen kann. Dieses Gefühl, das kommt und geht, wann es will. Das nicht greifbar, dafür umso spürbarer ist. Das sich einnistet und sich wie Kaugummi in Haaren festklebt.

Habe ich versagt? Etwas, das ich mich immer wieder frage. Eine Antwort darauf finde ich nicht. Vielleicht finde ich auch nur zu viele. Ein Ja. Ein Nein. Ein Vielleicht. Ein Waswärewenn. Etwas zu viel Wissen um den Lauf des Lebens. Ein Leben, das manchmal mehr nimmt, als es gibt, manchmal aber mehr gibt, als es nimmt. Immer im Wechsel. Hoch und Tief. Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. Und das Wissen um die einzige Konstante in meinem Leben: Ungewissheit.

Eine Antwort to “die einzige Konstante”

  1. gedankenkosmos2g Januar 9, 2012 um 2:56 pm #

    Du schreibst mir aus dem Herzen. Wahrscheinlich wäre das Leben ohne diese Konstante einfach nur liebenswert, so ist es ein Korridor mit vielen Türen, die aufgehen und zuschlagen. Im Wechsel, unharmonisch.

    Ich glaube Menschen, die sich fragen, ob Sie versagt haben, sind keine Versager. Versager sind die, die sich davor verschließen, dass es Dinge gibt, die einfach nicht funktionieren oder sogut funktioneren, dass sie wieder uninteressant werden.

    Was wollte ich eigentlich sagen? Du bist mit diesen Gedanken nicht allein!

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