Archiv | Februar, 2012

Rezept: Double Chocolate Cupcakes with Blueberry Frosting. <3

18 Feb

Teig:

  • 300 Gramm Mehl
  • 150 Gramm Zucker
  • 75 Gramm Kakaopulver
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 200 Gramm dunkle Schokolade, gehackt
  • 3 Eier
  • 150 ml Sonnenblumenöl
  • 350 ml Milch
  • Trockene Zutaten vermischen.
  • Eier, Öl, Milch verquirlen
  • mit Schneebesen beides vermischen
  • Schoko dazu
  • Muffinform -> Ofen -> 200 Grad -> etwa 20 Minuten
Frosting:
  • 250 Gramm gefrorene Beeren (was Du magst)
  • 200 ml Milch
  • 1 Pck. Puddingpulver (Vanille)
  • 2 EL Zucker
  • 175 Gramm weicher Butter (Zimmertemperatur)
  • 175 Gramm Doppelrahmfrischkäse
  • 50 Gramm Zucker
  • Beeren mit 150ml Milch kochen
  • Puddingpulver, 50ml Milch, 2El Zucker verrühren
  • Beeren/Milch pürieren -> keine Stückchen mehr
  • Puddingmasse zur heißen Beerenmilch und unter ständigem Rühren aufkochen lassen.
  • von der Herdplatte nehmen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen (immer mal wieder rühren)
  • Butter, Frischkäse und Zucker zu cremigen Masse verrühren
  • zu Beerenmasse und gut unterheben
Essen! <3

Und? Wird am Ende alles gut? // @eFrane

14 Feb

Das Problem mit Bands, die versuchen, Radiohead nachzumachen, ist, dass sie versuchen, die Musik nachzumachen. Dabei geht es nicht um die Musik. Jedenfalls nicht nur. Es geht um die Leidenschaft, die diese Kerle bei der Musik haben, die Leidenschaft, die diese Musik auslöst und die ganzen Geschichten, die damit verbunden werden, wenn man solcher Art Kunst wahrnimmt. Es geht nicht darum, Musik zu machen, die die Grenzen des Machbaren erforscht, wie das ja gerne und oft über die der Herren gesagt wird. Es geht darum, Musik zu machen, die einfach Spaß macht, Musik zu machen, ohne darüber nachzudenken, ob man das so machen darf, ob das denn so okay ist, ob denn da nicht vielleicht etwas dagegen spricht. Kurz: Musik machen, wie Bukowski schrieb. Einfach drauf los. Scheiß drauf, wer dann hinter her alles seinen Senf dazu geben muss und meint, dass dies und das und noch etwas ziemlich großer Dreck sei. Ist nun mal so. Ist immer so. Egal mit was. Eigentlich sollte ich jetzt langsam mal zum eigentlichen Thema kommen. Radiohead machen Musik, die zumindest mich an das bessere im Menschen glauben lässt, mich daran glauben lässt, dass dieses ganze Leben leben und gelebtes wieder aufleben lassen in Bildern, Erzählungen und auch und sogar viel zu oft und meistens total unterbewusst mit scheiße schmerzhaften Erinnerungen verbunden in Liedern wichtig ist. Ich glaube nicht, dass am Ende alles gut wird. Schon allein aus Prinzip. Und weil das ziemlich langweilig wäre. Und ziemlich Hollywood. Genauso, wie deren Lovestories im realen Leben selten bis nie funktionieren, funktionieren auch solche Idealvorstellungen nicht. Man könnte auch einfach mal anders herum an die Sache herangehen: Was würde es denn bedeuten, dieses „Alles gut“?

Nun, zunächst einmal könnte man sowas wie „Keine Probleme mehr haben, mit nichts und niemandem.“ in die Definition mit aufnehmen. Dann vielleicht, wenn man sich gerade etwas ungesund übernehmen möchte, noch „glücklich sein“, für den Fall, dass man doch lieber noch nicht ganz vom Boden abheben möchte ob der Wunderbarkeit des da womöglich kommenden, kann man stattdessen auch „zufrieden sein“ wählen. Zufrieden sein ist zwar schwieriger als glücklich sein, weil es mehr Zeit und eigene Leistung erfordert, aber der Zustand ist im Allgemeinen langwieriger und haltbarer. Das wäre es dann aber im Grunde auch schon mit diesem „alles gut“. Der Rest, den man da so anbringen könnte, der ergibt sich für jeden einzelnen aus dem keine Probleme mehr haben. Das scheint mir mager. Zwei kleine Ideen nur sollen ein erfülltes Leben bringen, sollen bewirken, dass am Ende nichts mehr ist, wogegen sich noch etwas sagen ließe? Klingt nach Utopie. Ein bisschen zu sehr für meinen Geschmack.

Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende. Wie oft ich diesen Satz schon gehört habe, wie oft ich mich schon gerne in die Schlacht geworfen hätte gegen diesen Satz, gegen all diese Sätze. Ich kann sie nicht mehr hören. Das Leben ist nicht gut. Das Leben ist ein dreckiges kleines Arschloch und weil das ganze verdammte Leben so ein dreckiges kleines Arschloch ist, kann am Ende gar nicht alles gut werden. Beweis durch scharfes Hinsehen. Am Ende kommt viel wahrscheinlicher meist eher sowas absurdes, wie ewige Liebe. Nicht wirklich Liebe in diesem Pärchenscheißsinn an den ihr jetzt sicher sofort dachtet. Das auch, das aber eher selten. Gehört in die „Alles Gut“-Sparte, irgendwie. Nein, eher so Liebe im Sinne von einem gelebten Leben. Von Erinnerungen, Freunden, Büchern, Musik, Sonnenauf- und Untergängen, die die Tage, die jeder von hier verbringen darf besser machen, die uns ein Lächeln auf den Gesicht zaubern, uns weiter machen lassen. Am Ende wird nämlich niemals alles gut, weil gut heißt, dass man irgendwann zufrieden ist, wenn man aber zufrieden wäre, gäbe es keinen Sinn mehr weiter zu machen. Vielleicht ist das der Sinn des Lebens: Immer weiter machen. Immer neue Erfahrungen und Eindrücke gewinnen. Am Ende alles besser werden lassen.

Mit etwas Verspätung der letzte Teil.
Von @eFrane, der hier auch rumgrandiosiert!

006 – Etwas, das bleibt

6 Feb

Wir fahren. Wohin, weiß ich nicht, noch will er es mir nicht verraten. Aber ich vertraue ihm. Mit allem. Selbst mit meinem Leben.

Als wir die Grenze zwischen Österreich und Italien überqueren, halten wir still aneinander fest, zwei Hände, die gemeinsam in den fünften Gang schalten, zwei Leben, die gemeinsam einen Weg gefunden haben.

Wir müssen nicht reden, um zu kommunizieren. Wir müssen nicht lauthals lachen, um glücklich zu sein. Wir müssen nur zusammen sein, wo spielt keine Rolle, genauso wenig, ob wir räumlich getrennt sind oder nicht.

Wir fahren. Der Wind in den Haaren, die Finger miteinander verschlungen. Halten an, sobald wir das erste Mal das Meer sehen, krempeln die Hosen auf und laufen ins Wasser. Und lachen. So unbeschwert wie es eigentlich nur Kinder können. Das war wohl das magische zwischen uns. Unbeschwert sein können, egal was rund um uns passiert. Wir brauchten nie viel. Hauptsächlich uns und hier und da mal etwas Kaffee.

Als wir später an unserem Ziel ankommen, lassen wir den Abend in einem kleinen Restaurant direkt am Strand ausklingen. Die Sonne geht unter. Wir trinken Wein. Und nehmen uns vor, jedes Jahr hier hin zu fahren.

„Wir müssen Traditionen schaffen, weißt Du? Die schaffen wiederum Erinnerungen. Die schaffen etwas, das bleibt.“ Ich nickte. Lächelnd. Unbeschwert. Nicht wissend, dass dies das einzige Mal bleiben würde. Das einzige Mal, das so viel mehr schaffte, als vieles zuvor.

005 – Dinge, die ich mag

5 Feb
  • Regen an heißen Sommertagen
  • schwarzen Tee mit Milch
  • starken Kaffee nach einer langen Nacht
  • lange Nächte
  • merken, worauf man so lange gewartet hat
  • lachen, bis die Wangen schmerzen
  • die ersten warmen Sonnenstrahlen nach einem langen Winter
  • Wassermelonenzeit
  • im Bett liegen und telefonieren
  • Serien von Anfang bis Ende gucken – ohne Pause
  • die letzte Seite eines Buches lesen & dann gleich noch mal von vorne beginnen
  • von der Katze geweckt zu werden
  • alte Freunde wieder treffen und nicht merken, wie viel Zeit vergangen ist
  • Männer mit Tattoos
  • Dinge beenden, die einen nicht weiterbringen
  • erste Küsse
  • mehr Fandoms haben, als man zählen kann
  • Cappuccino mit viel Milchschaum
  • der Geruch von Cookies in der Wohnung
  • High Heels & XXL-Pullis
  • Concealer
  • Horrorfilme gucken und sich unter der Decke verstecken
  • mit Deo und Luftgitarre Rockstar spielen
  • Neuanfänge

004 – Ich sehe orange.

4 Feb

In Österreich gibt es 4 1/2 große Handyanbieter: A1, Orange, T-Mobile mit Tele.Ring und Drei.
Als ich meinen mittlerweile doch etwas älteren Vertrag abgeschlossen habe, habe ich ziemlich lange überlegt zu welchem Netz ich wechsle. Tele.Ring wollte ich nicht mehr, da ich dort weder ein halbwegs vernünftiges Smartphone bekommen hätte, noch Tarife, die auf Smartphones zugeschnitten sind. Was fange ich mit 250MB Datenvolumen an?

A1 war auch ganz schnell raus. Ich meine, A1! Überteuert. Meist unfreundlicher Kundenservice. „Wenn’s Ihnen bei uns nicht passt, dann wechseln Sie halt den Anbieter.“ und das als Universalantwort auf alle Probleme. Auch, wenn man nur mal freundlich anmerkt, dass man irgendwo wenig Empfang hatte.

Und zu Drei gehen? Nee, ganz ernsthaft. Drei ist schon seit etlichen Jahren in Österreich, hat für mich aber immer noch dieses „ist neu, überteuert und gehört hier nicht hin“-Beigeschmack. Ich mag Drei heute noch nicht. Ich war damals zwar dort und habe mich beraten lassen, aber bin da ziemlich schnell raus. Ich habe dem damaligen Mitarbeiter erklärt, was ich mir vorstelle: die üblichen 1000 Freiminuten und 1000 Frei-SMS, die man eh überall hat, 1-2-3 GB Datenvolumen, eventuell noch Freiminuten in die EU, was andere Anbieter zu der Zeit schon anboten. Der Mitarbeiter hat mir damals den wohl teuersten Tarif empfohlen – 50€ monatlich. Und noch mal 200€ fürs iPhone. Da hab ich ein wenig mit den Augen gerollt und gefragt, ob’s da nicht noch irgendwas günstigeres gäbe, bzw. ob er mir erläutern könne, was bei diesem 50€-Tarif so grandioses dabei ist, was den Preis rechtfertigen würden. Anstatt mich zu beraten oder aufzuklären, bekam ich ein unfreundliches „Wenn’s Dir hier zu teuer ist, dann geh zu Tele.Ring. Da gehört ihr Studenten hin.“ Worauf ich erstmal etwas zornig wurde und ihm erklärte, dass er a) mich zu Siezen und b) mich gefälligst freundlich zu behandeln hat. Das ging zwei Sekunden zuvor ja alles auch noch. Aus Prinzip habe ich ihn natürlich auch geduzt. Ganz ernsthaft, Pickelgesicht, nicht mit mir. Mit einem „Weißt Du, wennste alle Kunden so behandelst, dann haste a) bald keine Kunden und b) bald keinen Job mehr.“ verließ ich den Laden und schwor mir ihn nie wieder zu betreten.

Im Endeffekt musste ich mich zwischen Orange und T-Mobile entscheiden. Die Wahl fiel auf Orange. Weil ich a) rosa nicht so mag und b) T-Mobile schon immer einen etwas merkwürdigen Beigeschmack hatte.

Jetzt, ein Jahr vor dem Ende meines Vertrages, heißt es plötzlich: Drei kauft Orange. Und ich so: wtf?! Dann geh ich heute also zu Orange und sage: „Hey, bei aller Liebe, aber damit bin ich als Kunde nicht einverstanden. Und da der Kunde König ist, macht was.“ Ich mein, klar, Verkauf rückgängig machen funktioniert nicht, aber immerhin sollte man mir die Möglichkeit geben frühzeitig aus meinem Vertrag rauszukommen.

Aber das passiert natürlich nicht. Was einem davor auch klar war. Weil der Vertrag sich ja quasi kaum ändert. Nur das Logo auf der Rechnung ändert sich dann, sobald alles unter Dach und Fach ist. Dennoch musste ich diskutieren. Ein Auszug des Dialoges:

„Ich entscheide selbst, bei welchem Anbieter ich bin…“
„Ja, das tun Sie.“
„Nicht, wenn mein Anbieter von einem anderen gekauft wird. Neuer Anbieter gleich keine Entscheidung.“
„Aber der Tarif bleibt doch gleich.“
„Nicht der Anbieter.“
„Aber der Tarif.“
„Mag schon sein. Aber ich bin nicht mit dem neuen Anbieter einverstanden.“
„Aber mit Ihrem Tarif?“
Augenrollen. „Ich bin nicht nur wegen des Tarifs zu Orange gegangen, sondern auch wegen des Images, Sympathiewertes, etc. Nennen Sie es wie Sie es wollen. Aber vor allem wegen des recht freundlichen Umgangs mit den Kunden.“
„Dafür stehen wir.“
„Sehen Sie! Das war bei Drei ganz und gar nicht der Fall.“

Viel Blah. Noch mehr Blah.

„Gibt es die Möglichkeit zur frühzeitigen, kostenlosen Kündigung?“
„Nein.“
„Weil?“
„Weil der Vertrag sich nicht ändert und Sie nur frühzeitig und kostenlos kündigen, wenn sich der Vertrag ändert.“
„Der Vertrag ändert sich aber soweit, dass ich einen neuen Vertragspartner habe.“
„Ja.“
„Das ist also eine Änderung?“
„Ja.“
„Aber kein Kündigungsgrund?“
„Genau.“

Ganz ernsthaft, liebe Orange-Kunden, ich kann doch nicht die Einzige sein, der das gegen den Strich geht. Ich entscheide mich doch nicht bewusst gegen Drei, um etwas später plötzlich doch Drei-Kunde zu sein und das quasi gegen meinen Willen.

Ich stiefle montags auf jeden Fall mal zum Verbraucherschutz. Und werde berichten.

003 – Frustshoppen

3 Feb

Heute eine neue Erkenntnis gewonnen: man kann auch ohne Frust frustshoppen. Das geht sogar erstaunlich gut und ist etwa genauso schlecht fürs Konto.

Gestartet hat das Ganze im Shoppingcenter #1. Sich erstmal den Bauch voll schlagen, um dann hautenge Kleider anzuprobieren ist übrigens eine miese Idee. Aber Schuhe kaufen kann man auch mit vollem Magen. Schuhe sind sowieso grandios. Passen immer, vor Weihnachten, nach Weihnachten, wenn man im 9.Monat schwanger ist. Immer! Deswegen haben wir Frauen wohl auch so viele Schuhe. Weil die uns nie so schallend auslachen wie die Skinny-Skinny-Skinny-Jeans, die wir natürlich nur zu heiß gewaschen haben.

Gut, Schuhe kann man nie genug haben. Das ist so wie mit den etwa 80 Menschen, die man im Telefon samt Nummer, Adresse und Twitter-Account gespeichert haben, aber nie anrufen: wir könnten, wenn wir wollen würden.

Außerdem sind Schuhe schön. Vor allem die mit 14cm Absatz, die man nur trägt, wenn man vorhat den ganzen Abend an der Bar zu sitzen.

Danach ging’s zu Ikea. Fast eine neue Küche und drei Betten gekauft. Dann wurden es aber doch nur Kerzen, Gläser, Batterien, Zeugs aus dem Ikea-Family-Shop, das niemand braucht, Bettwäsche, Dekokissen, neue Vorhänge, Wolldecken, Tassen, Salatschüsseln und etwa 8000 Kalorien im Ikea-Restaurant. Da lässt man außer Geld auch gleich die neue Diätvorsätze bei Ikea.

Nach Ikea, weil die Kreditkarte noch nicht genug gelitten hat, ging’s zu Shoppingcenter #2. Und zur Belohnung, weil Geld ausgeben so anstrengend ist und man grandiose Sachen gekauft und viel zu viel gegessen hat, gibt’s erstmal Kaffee und Kuchen. Dann nochmal Schuhe. Drei Paar. Und ein Kleid, in das man, auch wenn man die nächsten drei Monate nichts isst, nicht reinpassen wird, weil man irgendwann einsehen muss, dass man nicht die Hüften eines 12-jährigen Jungen hat.

Das ist sowieso so ein Ding, das die wenigsten Penisträger verstehen: wieso kaufen Frauen sich Sachen, die ihnen zu klein sind? Ganz einfach: weil wir a) noch drauf hoffen, dass wir irgendwann plötzlich einen Hüftumfang wie Nicole Richie haben und b) weil wir etwas masochistisch veranlagt sind.

Ich habe da dieses eine Kleid. Größe Zero. Ja, genau, die Größe Zero. Das habe ich mir vor Jahren online gekauft. Das ist auch hübsch. Aber, dass selbst meine 13-jährige Cousine nicht reinpasst, sollte mich dazu veranlassen es endlich wegzuwerfen. Aber nein. Irgendwann werde ich da reinpassen. Und ich kann euch nicht sagen, wie oft ich schon versucht habe, es zuzubekommen. Stehend, liegend, Luft anhaltend, nach Hungerkuren. Und dann saß ich da, deprimiert, in Unterwäsche, mit einem Becher Schokoeis und verfluche meinen Körper. Auch, wenn mir eigentlich klar sein müsste, dass ich da niemals reinpassen werde, weil ich a) Titten habe und b) da einfach Knochen im Weg sind.

Dennoch ist jeder Zentimeter, den ich den Reißverschluss weiter zu bekomme, ein kleiner Gewinn. Und hey, wahrscheinlich mit 40 Kilo und acht Rippenknochen weniger, dürfte mir das Kleid dann auch passen. Nur keine Ahnung, ob ich mit 10 Kilo Körpergewicht überleben könnte. Aber immerhin kann man mich dann, 20 Jahre nach meinem Tod ausgraben, und das Kleid über mein Skelett ziehen. Da ist es auch nicht so schlimm, wenn ein paar Knochen dabei brechen.

002 – Frustriert? Haha!

2 Feb

Aufgrund meines letzten Blogeintrags über den Valentinstag wurde ich auf Twitter einige Mal als frustrierte Mittzwanzigerin bezeichnet.

Ich hatte nicht das Gefühl frustriert zu wirken und das allgemeine Feedback war mehr als positiv. Nicht nur das, viele haben mir sogar mehr als nur zugestimmt.

Ja, ich mag den Valentinstag nicht. Genauso wenig wie Weihnachten, Silvester, Ostern, Geburtstage, Namenstage, Babyparties und diverse andere Festivitäten.

Woran das liegt? Ich mag auch keine Tomaten. Da fragt auch niemand wieso. Die esse ich auch nicht, nur weil gerade Tomatentag ist. Und wenn mir mein aktuell nicht vorhandener Freund vorschlagen würde den Valentinstag zu feiern, ich würde ihn schallend auslachen. Was ich auch schon einige Male gemacht habe. Essen gehen kann man auch an 364 anderen Tagen im Jahr. Dann sogar günstiger und in angenehmer Atmosphäre. Weil ganz ehrlich, wer will schon mit 4000 anderen Pärchen in einem überfüllten Restaurant sitzen und überteuerte Gerichte essen, die man sonst um den halben Preis bekommt?

Ich hab heute noch mit einer Freundin darüber gesprochen. Sie, 26, bildhübsch, Single und glücklich. Aber auch ihr wurde schon öfter ein „Oh, Du wirkst so frustriert.“ entgegen geworfen.

Ist man ab Mitte Zwanzig automatisch frustriert, nur weil man gerade nichts Dauerhaftes zum Ficken vorweisen kann?

Ich fühle mich höchst unfrustriert. Ich habe tolle Freunde, nicht nur in meiner Heimatstadt, sondern überall auf der Welt verteilt, die Ohren und Ratschläge haben, wenn ich sie brauche, mit denen ich stundenlang reden und lachen kann, für die ich da sein kann und die für mich da sind. Ich mache das, was ich liebe und liebe, was ich tue, auch wenn es mich manchmal bis spät in die Nacht arbeiten lässt und mich ab und an zum Schimpfen bringt, was nur gut für mich ist, wer mich kennt, weiß wovon ich spreche. Ich habe viele Hobbies, die ich auslebe und ständig erweitern kann. Und wenn ich was zum Ficken will, finde ich das auch.

Wir leben mittlerweile in einer Zeit, in der Frau keinen Mann mehr braucht, um sich identifizieren zu können. Wir haben eigene Jobs, Konten, Meinungen und Stimmen. Aber viel mehr haben wir die Eier, die die wenigsten Männer haben.

Liebe Frauen. Sollte euch noch mal ein Mann als frustriert bezeichnen, seid euch gewiss: sein Penis ist etwa genauso kurz wie euer kleiner Zeh. Aber da Größe ja nicht zählt, seid euch gewiss, dass er damit genauso wenig umgehen kann wie mit Frauen.

001 – Together Forever

1 Feb

Es gibt Tage, da fällt es mir schwer an die große Liebe zu glauben. An dieses „Forever together, never apart, maybe by distance, but never by heart“. Together forever, never apart. Vier Worte, so viel Bedeutung, so wenig Sinn.

Aber woher soll der Sinn auch kommen, wenn ich wenig Ahnung von der Bedeutung habe? Und woher soll ich überhaupt wissen, was Liebe ist, wenn sie mir nie erklärt wurde? Niemand kommt auf uns zu und sagt: „So und so ist es. So und so läuft es. Das und das musst Du machen, damit es so und so richtig läuft.“ Liebe läuft nicht, höchstens mal davon, aber dann auch nur, wenn wir sie davon laufen lassen. Meistens vertreiben wir sie ja auch nur. Manchmal ist sie auch einfach plötzlich weg. Oder sie war nie da.

Wo fängt es an, wo hört es auf? Und warum muss es überhaupt aufhören, wenn es doch so schön begonnen hat? Weil alles ein Ende hat? Weil wir uns nur solange im Kreis drehen können, bis wir über das, was vor uns liegt fallen? Und wieso heben wir die Dinge nicht auf, die vor uns liegen? Sondern laufen dran vorbei. Oder treten es mit Füßen. Spucken drauf. Oder ignorieren es sogar.

Ich glaube an merkwürdige Dinge. Ich glaube daran, dass als die griechischen Sagen wahr sind, dass es Vampire in irgendeiner Form wirklich gibt und dass die Liebe einfach kommt, wenn es Zeit für Dich ist.

Wann die Zeit gekommen ist, kann man nicht bestimmen. Die deutet sich höchstens an. Aber davor muss man wachsen, an sich, am Leben. Und man muss sich selbst erstmal halbwegs kennenlernen, bevor man einen Menschen richtig kennenlernen kann, der einem dann aber helfen kann, Dich selbst besser kennenzulernen.

Vor allem aber darf man nichts erzwingen. Weil, wo nichts da ist, wird auch nichts kommen. Aber man kann Menschen in seine Welt einladen. „Hallo, das ist meine Welt. Sie ist chaotisch, verwirrend und manchmal atemberaubend. Setz Dich, mach’s Dir bequem und wir finden einen Weg.“

Und eigentlich geht es nur darum, jemanden zu finden, der genauso verrückt ist wie man selbst. Der, seinen Kopf genau dort in den Wolken hat, wo Du ihn auch hast, um dort dann gemeinsam die Wolke Sieben zu bauen.

Valentinstagskacke

1 Feb

In genau zwei Wochen ist Valentinstag und ich bin wieder mal Single. Wenn ich mich so im Freundeskreis umhöre, bricht die Panik aus. Die haben zwar alle Kind und Kegel und wenn nicht Kind, dann immerhin Partner und Kegel, aber trotz allem Panik. Wegen meines Wohlbefindens an diesem Tag. Ich dürfe nicht alleine sein. Ich müsste doch mit jemanden feiern. Jemanden haben, der mir Essen und Hof macht.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich noch nie diesen Valentinstag gefeiert. Wobei, doch. Einmal. Ich war 18 und wild, er 25 und in irgendeiner selbsterfunden Krise. Da gab es dann Plastikrosenblütenblätter aus dem Ein-Euro-Laden und billigen Sekt von Lidl. Für mehr reichte das Geld nicht. In den Jahren davor und danach gab’s (glücklicherweise) nicht viele Festivitäten. Entweder war ich gerade Single oder in einer Beziehungskrise, nach der ich Single war.

Ich glaube, meine Mentalität verbietet es mir, dass mir dieser Tag wichtig ist. Valentinstag, Weihnachten, Silvester – alles große Daten, große Tage mit viel Bedeutung. Aber eigentlich sind es nur Tage. Und eigentlich ist es egal, ob man diese Tage mit jemandem verbringt. Wichtiger ist es, jemanden zu haben, mit dem man bewegende Dinge teilen kann. Das muss kein Partner sein. Das kann der bester Freund, die Mama oder die Lieblingskellnerin sein. Man braucht nur jemanden, der da ist, wenn etwas passiert, das Dich verändert, das Dir wichtig ist, das Dir so viel bedeutet, dass Du vor lauter Gefühl gar nicht weißt, wohin mit Dir. Wenn man so jemanden gefunden hat, ist es eigentlich egal, ob da jemand ist, dem man am Valentinstag Rosen schenken kann.

Ich wehre mich dagegen jemandem zu gehören. Denn ich gehöre zu mir. Hier und jetzt. In mein Bett, das MacBook auf dem Schoss, die Katze unter der Decke, die Tasse Tee in der Hand. Mit wenig Wissen darüber, was ich eigentlich vom Leben will, dafür mit viel Wissen darüber, was ich so gar nicht will. Und wenn ich den Valentinstag genauso verbringe, werde ich mir nur eines denken: Strike! Im Kühlschrank ist noch Schokokuchen!