001 – Together Forever

1 Feb

Es gibt Tage, da fällt es mir schwer an die große Liebe zu glauben. An dieses „Forever together, never apart, maybe by distance, but never by heart“. Together forever, never apart. Vier Worte, so viel Bedeutung, so wenig Sinn.

Aber woher soll der Sinn auch kommen, wenn ich wenig Ahnung von der Bedeutung habe? Und woher soll ich überhaupt wissen, was Liebe ist, wenn sie mir nie erklärt wurde? Niemand kommt auf uns zu und sagt: „So und so ist es. So und so läuft es. Das und das musst Du machen, damit es so und so richtig läuft.“ Liebe läuft nicht, höchstens mal davon, aber dann auch nur, wenn wir sie davon laufen lassen. Meistens vertreiben wir sie ja auch nur. Manchmal ist sie auch einfach plötzlich weg. Oder sie war nie da.

Wo fängt es an, wo hört es auf? Und warum muss es überhaupt aufhören, wenn es doch so schön begonnen hat? Weil alles ein Ende hat? Weil wir uns nur solange im Kreis drehen können, bis wir über das, was vor uns liegt fallen? Und wieso heben wir die Dinge nicht auf, die vor uns liegen? Sondern laufen dran vorbei. Oder treten es mit Füßen. Spucken drauf. Oder ignorieren es sogar.

Ich glaube an merkwürdige Dinge. Ich glaube daran, dass als die griechischen Sagen wahr sind, dass es Vampire in irgendeiner Form wirklich gibt und dass die Liebe einfach kommt, wenn es Zeit für Dich ist.

Wann die Zeit gekommen ist, kann man nicht bestimmen. Die deutet sich höchstens an. Aber davor muss man wachsen, an sich, am Leben. Und man muss sich selbst erstmal halbwegs kennenlernen, bevor man einen Menschen richtig kennenlernen kann, der einem dann aber helfen kann, Dich selbst besser kennenzulernen.

Vor allem aber darf man nichts erzwingen. Weil, wo nichts da ist, wird auch nichts kommen. Aber man kann Menschen in seine Welt einladen. „Hallo, das ist meine Welt. Sie ist chaotisch, verwirrend und manchmal atemberaubend. Setz Dich, mach’s Dir bequem und wir finden einen Weg.“

Und eigentlich geht es nur darum, jemanden zu finden, der genauso verrückt ist wie man selbst. Der, seinen Kopf genau dort in den Wolken hat, wo Du ihn auch hast, um dort dann gemeinsam die Wolke Sieben zu bauen.

3 Antworten to “001 – Together Forever”

  1. der marc Februar 2, 2012 um 9:02 am #

    „Hallo, das ist meine Welt. Sie ist chaotisch, verwirrend und manchmal atemberaubend. Setz Dich, mach’s Dir bequem und wir finden einen Weg.“

    wie unglaublich schön die vorstellung ist, diesen satz irgendwann einmal gesagt zu bekommen. oder selber zu sagen. und wie unglaublich toll dieser satz ist. ich bin ein bisschen verliebt. in den satz. glaub ich.
    danke! made my day!

  2. pommetie Februar 3, 2012 um 9:55 am #

    Gänsehaut… Passt wie Arsch auf Eimer… Hätte nie gedacht, dass ich einmal einen Text finde, bei dem ich bei jeden Satz, jeden Wort gerne laut: „JA! SO IST ES!“ schreien wollen würde. Du hast das geschafft!
    Danke dafür und für alle anderen guten Texte, die du noch schreiben wirst und schon geschrieben hast!

  3. desperate2 Februar 3, 2012 um 3:15 pm #

    sehr schöner beitrag, leicht zugänglich und ich kann mich selbst wiederfinden. unpassend finde ich jedoch den absatz mit den griechischen sagen und vampiren, verwirrt mich ein bisschen.

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: