006 – Etwas, das bleibt

6 Feb

Wir fahren. Wohin, weiß ich nicht, noch will er es mir nicht verraten. Aber ich vertraue ihm. Mit allem. Selbst mit meinem Leben.

Als wir die Grenze zwischen Österreich und Italien überqueren, halten wir still aneinander fest, zwei Hände, die gemeinsam in den fünften Gang schalten, zwei Leben, die gemeinsam einen Weg gefunden haben.

Wir müssen nicht reden, um zu kommunizieren. Wir müssen nicht lauthals lachen, um glücklich zu sein. Wir müssen nur zusammen sein, wo spielt keine Rolle, genauso wenig, ob wir räumlich getrennt sind oder nicht.

Wir fahren. Der Wind in den Haaren, die Finger miteinander verschlungen. Halten an, sobald wir das erste Mal das Meer sehen, krempeln die Hosen auf und laufen ins Wasser. Und lachen. So unbeschwert wie es eigentlich nur Kinder können. Das war wohl das magische zwischen uns. Unbeschwert sein können, egal was rund um uns passiert. Wir brauchten nie viel. Hauptsächlich uns und hier und da mal etwas Kaffee.

Als wir später an unserem Ziel ankommen, lassen wir den Abend in einem kleinen Restaurant direkt am Strand ausklingen. Die Sonne geht unter. Wir trinken Wein. Und nehmen uns vor, jedes Jahr hier hin zu fahren.

„Wir müssen Traditionen schaffen, weißt Du? Die schaffen wiederum Erinnerungen. Die schaffen etwas, das bleibt.“ Ich nickte. Lächelnd. Unbeschwert. Nicht wissend, dass dies das einzige Mal bleiben würde. Das einzige Mal, das so viel mehr schaffte, als vieles zuvor.

Eine Antwort to “006 – Etwas, das bleibt”

  1. anna Februar 7, 2012 um 5:56 pm #

    „Überlegt, ob ich nicht ein Make Up Tutorial drehen soll. Dann fiel mir aber ein, dass ich Hirn hab.“

    finde es ein scheisse wenn du versuchst lustig zu sein indem du andere beleidigst…
    Ausserdem heisst es „soll“ und nicht „sollen“.. -_-

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