007 – Problemkreislauf

1 Mrz

Natürlich drehe ich mich manchmal im Kreis, aber doch nur um mir das Problem am Ausgangspunkt noch einmal mit anderen Augen anzusehen. Weil, wenn man mal ehrlich ist, sehen Probleme gleich viel kleiner aus, wenn man sie mal aus den Augen verloren hat. Und sollten sie dennoch größer wirken, dann hey, auf in den Kampf. Weil was bleibt einem denn sonst übrig? Davonlaufen? Lasst euch gesagt sein, Probleme sind ganz schön schnelle Racker und ehe man sich versieht, prallt man gegen etwas, das im ersten Moment nach einer Mauer aussieht, nur um kurz später zu bemerken, dass das Problem wie aus dem Nichts vor Dir erschienen ist. Und boom, haut es Dich um. Mit aller Gewalt. Und Du liegst am Boden und weißt nicht wie Dir geschieht. Und die kleinen, bunten Sternchen, die um Deinen Kopf wirbeln sind in Wirklichkeit die blitzenden Goldzähne des Gewissens, die Dich versuchen zu beißen.

Also, stürzt man sich doch lieber gleich auf das Problem. Helm auf, Knieschützer umschnallen und mit Pauken und Trompeten auf das Problem zu. Und wenn das Problem Angst vor Lärm hat, dann versucht man es leise. Leise flüsternd. Weil man Probleme oft mit Samthandschuhen anfassen muss. Wie eine Pusteblume. Luft anhalten und ganz vorsichtig das Problem an der Wurzel packen. Weil, erst wenn man es samt Wurzel ausreißt, hat man die Möglichkeit es loszuwerden. Das ist wie mit Weisheitszähnen. Bleibt die Wurzel stecken, haste ewig Schmerzen. Vertraut mir, an dem Punkt war ich schon. Mit Problemen und Weisheitszähnen. Beides unschön. Und Wenn Dir dann das Problem am Ende nicht mehr im Weg steht, vergewissere Dich, dass Du es nicht selbst tust.

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