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die einzige Konstante

9 Jan

Ich gehe davon. Den bitteren Nachgeschmack noch in meinem Mund. Diesen Nachgeschmack, den nur das Versagen hinterlassen kann. Dieses Gefühl, das kommt und geht, wann es will. Das nicht greifbar, dafür umso spürbarer ist. Das sich einnistet und sich wie Kaugummi in Haaren festklebt.

Habe ich versagt? Etwas, das ich mich immer wieder frage. Eine Antwort darauf finde ich nicht. Vielleicht finde ich auch nur zu viele. Ein Ja. Ein Nein. Ein Vielleicht. Ein Waswärewenn. Etwas zu viel Wissen um den Lauf des Lebens. Ein Leben, das manchmal mehr nimmt, als es gibt, manchmal aber mehr gibt, als es nimmt. Immer im Wechsel. Hoch und Tief. Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. Und das Wissen um die einzige Konstante in meinem Leben: Ungewissheit.

2011 – Twitter, Herzen, öpve, danke! <3

24 Dez

Was soll ich sagen? 2011 ist fast rum.

Es war ein merkwürdiges, grandioses, lustiges, verrücktes, trauriges, leuchtendes, glorreiches, anstrengendes, vielsagendes, schweigendes, lautes, leises, illustres und ulkiges Jahr.

Es war alles, aber vor allem ein Jahr mit vielen wundervollen Menschen. Ich danke euch für grandiose, lustige, traurige, weinende, lachende, lange, gute, tiefsinnige, emotionale, wunderwunderwundervolle Gespräche. Für lange Nächte und kurze Ewigkeiten. Für Stunden, die sich anfühlten wie Minuten. Und für Momente, die sich anfühlten wie kleine Ewigkeiten. (keine bestimmte Reihenfolge, außer Lady first.)

  • Ein Herz, eine Seele, ein Mädchen wie kein anderes. Meine Liebe @nachtblau.
  • Mein Schutzkind, mein Mafiamensch, mein :D-Mann. Schnuffelwuffel, @eingenickt.
  • Fotoboxen, Kaffee und High-Five-Deluxe! Stecher! @randalez.
  • Nur ein halber Grieche, dafür ein ganzes Herz. Liebster, liebster @halbgrieche.
  • Lieblingsnerd. Lieblingsfreund. Lieblings@eFrane!
  • Kaffee, Currywurst und die süßeste Nase der Welt: @ZweiCent.
  • Stille Wasser sind tief, lustig, grandios und haben ein eigenes U-Boot. @oOtrinityOo.
  • Geschunden, geeky und irgendwas mit Videospielen. @Graupause.
  • Süßer Dialekt, grandiose Menschen. Mein Schweizfetisch, @Jack_Rackham, @prunio, @souslik.
  • Die wundervolle Grazer Twitteria: @rhisdilien, @lisazora, @beinfreiheit, @pascottini, @ acertainlevin.

Sollte ich jemanden vergessen haben, dann liegt es nicht an euch, sondern an meiner grandiosen Vergesslichkeit.

Ich herze euch.
Immens.

<3

Es gibt kein zurück. Es gibt kein nach vorne.

6 Nov

Es gibt nichts mehr zu sagen. Es gibt auch nichts mehr zu schreien. Nichts mehr, dass wir uns vorwerfen könnten. Nichts, was wir uns noch vorhalten könnten. Nichts, was noch gesagt werden kann, was nicht schon unzählige Male in den Raum geschrieen wurde.

Es gibt nichts mehr. Kein Wir. Kein Uns. Kein Dich & mich. Kein Heucheln einer Freundschaft. Keine Besorgnis. Kein Mitleid. Keine Reue. Zumindest für mich. Denn ich gehe. Heute endgültig.

Weil es nicht mehr weitergehen kann, nachdem Du stehen geblieben bist. Wo, das weißt Du selbst nicht so genau. Wann, das weißt Du auch nicht so wirklich. Wie, das weißt Du schon gar nicht. Ich sehe Dich an und weiß es. Weil ich Dich all die Jahre durchschaut habe, weil ich Dich kennenlernen musste, um Dich so zu kennen, wie ich Dich nicht kennen wollte.

Es gibt kein zurück. Noch weniger gibt es ein nach vorne. Es gibt nichts mehr. Nur etwas Vergangenheit, die den Sprung in die Gegenwart nicht geschafft hat. Und wenn wir ehrlich sind, hat sie auch wenig in der Gegenwart zu suchen. Und wenn wir ehrlicher sind, hat sie noch weniger in der Zukunft zu suchen.

Verzeih mir meine Wortwahl, aber bitte bitte bitte verschwinde. Endgültig. Für immer. Auf ewig.

Ungesagte Worte an A.

13 Mrz

„Ich bin noch hier, kann dennoch nicht mehr da sein.“ Will ich Dir sagen, kann ich Dir nicht sagen. Nicht gestern, nicht heute, wohl auch nicht morgen. Muss es Dir dennoch sagen, damit wir unser Ende ruhen lassen können. Weil wir nicht mehr aneinander festhalten können ohne uns zu verletzen. Nicht, weil wir uns absichtlich verletzen würden, viel mehr, weil all das, was geschah, uns verletzt. Weil es an jedem Wort haftet, an jedem Blick, an jedem Versuch erneut dieses Ding, das wir einst Freundschaft nannten, aufzubauen.

Und ich will sagen: „Ich kann das nicht mehr. Weil es weh tut. So so so so so weh tut.“ Weil wir uns ansehen, dabei nicht uns, sondern das Vergangen sehen. Weil das alles zwischen uns liegt und nicht beseitigt werden kann. Weil man die Vergangenheit nicht ändern kann. Weil Erinnerungen bleiben. Weil wir waren und nicht mehr sein können.

Du wirst gleich kommen, Dich wortlos in mein Bett legen, Dein Gesicht in meinem Lieblingskissen vergraben, weinen und gleichzeitig an allem verzweifeln. Und ich werde hilflos daneben sitzen, Deine Hand halten und versuchen Dir so irgendeinen Halt geben zu können. Den Du aber nicht finden wirst, den Du wohl lange nicht mehr finden kannst.

Ich werde etwas sagen wollen, doch wird mir die Stimme an meinen Gedanken ersticken. Weil ich weiß, dass Worte nicht helfen können. Weil ich weiß, was Du fühlst. Weil ich weiß, wie weh es tut. Weil Du nur deswegen hier bist. Weil Du weißt, dass ich weiß, wie es ist.

Du kommst. Weil Du nicht mehr weißt, wo Du hin sollst. Weil Du hoffst, hier Antworten zu finden, die ich Dir nicht geben kann. Weil Du erwartest, dass ich irgendetwas sagen kann, dass es besser macht. Weil Du glaubst, dass ich ein Allheilmittel habe. Weil Du nicht alleine sein kannst. Und es dennoch bist. Egal, wo Du bist. Weil Du plötzlich alleine mit Dir selbst bist. Und dagegen keine Gesellschaft hilft.

Du zerbrichst. Und es tut so so so weh.

Ich finde mich plötzlich in der Vergangenheit wieder. Es ist die gleiche Situation, nur dass ich in Deinem Bett liege, weinend, verzweifelnd. Als Du denkst, ich sei eingeschlafen, höre ich Dich mit J. telefonieren und Dich sagen: „Ich kann ihr nicht helfen. Und dabei ist es das Einzige, was ich will. Aber ich kann es nicht. Und es tut so so so weh.“

Und gleich werde ich Deine Hand halten und wissen, ich kann Dir nicht helfen und es wird wieder so so so weh tun. Und ich werde wollen, dass Du gehst. Werde Dich dennoch nicht wegschicken können. Weil der Gedanke, Dich alleine zu lassen, mehr schmerzt als Deine Gesellschaft, als die Erinnerungen, die den Raum füllen werden, als der Gefühlsspiegel, den Du mir vorsetzen wirst.

Wenn Du morgen früh gehen wirst, wirst Du mich wieder nach dem Wie fragen. Und ich werde wieder sagen: „Ich weiß es nicht. Aber es muss einfach. Es muss immer weiter gehen. Weil es gar nicht anders gehen kann. Weil es so ist. Und weil all das, was Du jetzt fühlst, schwächer wird. Und weil noch so viel Gutes auf Dich wartet, das Du nicht verpassen darfst.“

Der glücklichste und traurigste Tag in meinem Leben.

7 Mrz

Ihr Herzen. Heute für euch der wundervolle Malte, der nicht nur twittert und bloggt, sondern sich auch ganz schnell in kleinen, österreichischen Facellaherzen einnistet.

Aufbauend auf einem Zitat aus dem Buch „Die Geschichte der Liebe“ von Nicole Krauss, hat er hier etwas für mich, für euch, aber vor allem für sich selbst geschrieben. Zurücklehnen, lesen, genießen.

 

„Ganz und gar nicht. Die Tatsache, dass du heute etwas glücklicher geworden bist, ändert nichts an der Tatsache, dass du auch etwas trauriger geworden bist. Jeden Tag wirst du beides etwas mehr, was bedeutet, dass du genau jetzt, in diesem Augenblick, so glücklich und so traurig bist, wie noch nie in deinem Leben.“

 

Ich habe lange über diesen Satz nachgedacht.
Verstanden habe ich nicht.
Es gab in meinem Leben schon glücklichere Tage als heute.
Es gab in meinem Leben auch schon traurigere Tage als heute.
Wenn man aber jetzt das gesamte Glück und die gesamte Trauer meines Lebens zusammennimmt und dann diesen Tag drau fpackt, dann ist das tatsächlich der glücklichste und gleichzeitig traurigste Tag in meinem Leben.

Vielleicht ist es in mir drin, das gesamte Glück meines noch jungen Lebens.
Es ist in meinen Erinnerungen an die wundervollen Momente, in denen alles leicht war und bunt und die mir viel bedeuten.
Es ist in meinen Träumen.
In den Träumen, die ich vergessen habe, denen die ich aufgegeben habe, den Träumen, die ich verwirklichen konnte und den Träumen, die noch zu Momenten und schließlich zu Erinnerungen werden sollen.
Vielleicht ist sie in mir drin, die Trauer.
In den Erinnerungen an die Momente, in denen ich keinen Ausweg gesehen habe und in den Erinnerungen an die Momente, in denen ich nicht mehr nach einem Ausweg gesucht habe.

Heute war ein guter Tag.
Der Himmel war blau, die Luft warm.
Ich war einen großen Teil des Tages mit meinem Hund im Wald spazieren.
Ich habe ein Kind lachen gehört und konnte das Glück seines Vaters in dessen Augen erahnen.
Ich habe Musik wiederentdeckt, die ich vor langer Zeit verloren hatte.
Ich habe einen Teil meines Lebens geteilt, mit den Menschen die mich verstehen.
Dieser Tag war voller Glück.
Voller kleiner, guter Momente, an die ich mich schon bald nicht mehr erinnern werde.
Dieser Tag war nur selten traurig.
Als das kleine rote Auto vor der Einfahrt stand und ich für einen Moment glaubte, in dem Auto säße meine Mutter und würde mich abholen.
Nach diesem kurzen Moment des Glücks kam ein Moment der Trauer.
Aber dieser Moment war auch nicht sehr lang.
Heute war kein Tag für Trauer.

Ich habe dieses Zitat oft gelesen.
Ich habe es nicht verstanden.
Man muss es, glaube ich, nicht verstehen.
Jeder kann dieses Zitat anders deuten.
Ich glaube, dass es nicht darauf ankommt, ob das heute der glücklichste Tag in meinem Leben war, ob es ein Tag war, der bereits lange vergangen ist oder ob es ein Tag sein wird, der noch vor mir liegt.
Ich glaube, es kommt darauf an, am Ende jeden Tages, ein bisschen mehr glücklich zu sein und nicht ganz so sehr viel mehr traurig.
Jeder Tag mit Glück ist ein guter Tag.
Und wenn ich dann am Ende meines Lebens, mehr Glück erleben durfte als Trauer, dann hatte ich gutes Leben.

I’m Here

6 Mrz

Liebe sollte ein bisschen so sein.


I’m Here – A Love Story In An Absolute World